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Polizeihunde im Ruhestand : Caffier: Rente für Rex & Co. gesichert

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Innenminister Caffier war zu Besuch in der Diensthundeschule der Landespolizei in Klinken und überbrachte eine gute Nachricht: Das Land übernimmt künftig einen Teil der Kosten für die Polizeihunde im Ruhestand.

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erstellt am 18.Apr.2013 | 10:49 Uhr

Klinken | Wenn es um das Thema Rente geht, drücken sich Politiker erfahrungsgemäß gerne um klare Entscheidungen. Da geht es den Vierbeinern nicht anders als den Menschen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) - auch oberster Dienstherr der rund 70 "Fahnder auf vier Pfoten" im Land - überbringt die gute Renten-Nachricht persönlich: Die Versorgung für die Polizeihunde im Ruhestand ist beschlossene Sache. Bei seinem Besuch in der Diensthundeschule der Landesbereitschaftspolizei in Klinken war er voll des Lobes über die Arbeit der Diensthundeführer, die hier mit ihren Vierbeinern regelmäßig zur Aus- und Weiterbildung erscheinen. "Die Männer leisten mit ihren Hunden viel. Die haben es sich verdient, dass sie auch nach dem Abschied der Tiere aus dem Polizeidienst Geld für Verpflegung und Unterbringung bekommen", stellt Caffier klar. Schon vor einem Jahr hatte der Minister zugesagt, sich dafür einzusetzen. In anderen Bundesländern, wie beispielsweise in Hamburg, wird die "Hunderente" schon seit Jahren gezahlt. Obwohl noch nicht endgültig entschieden, soll die Summe für die ausgemusterten Polizeihunde bei rund 50 Euro pro Hund und Monat liegen und ab 2014 ausgezahlt werden. Das dürfte die tatsächlichen Kosten, zu denen neben der Verpflegung auch altersbedingt mehr Tierarztbesuche gehören, zwar nicht komplett decken, aber die Situation deutlich verbessern. "Das kostet zwar Geld, das aus dem Polizeiressort stammt, aber ist immer noch billiger, als die Unterbringung der Tiere auf Staatskosten", so Caffier. Während der aktiven Dienstzeit bekommt der Hundeführer eine monatliche Aufwandsentschädigung von rund 80 Euro, die nach der aktiven Zeit wegfällt. Die Hunde bekamen ihr Gnadenbrot aber weiterhin in der Familie des Hundeführers.

"Das ist toll. Die Entscheidung war überfällig", so die Spontanreaktion von Ralf Gründler, der mit seiner achtjährigen Superspürnase Lucy schon so manchen brisanten Fall gelöst hat. In ein, zwei Jahren könnte für den Belgischen Schäferhund die Rente beginnen. Lucy wird dann selbstverständlich weiterhin zur Familie Gründler gehören, wie es in der Regel bei allen Polizeihundeführern der Fall ist. Die monatliche Rente kommt für ihn gerade rechtzeitig.

Um den Diensthunde-Nachwuchs braucht sich der Minister keine Sorgen zu machen. In Klinken lernte er den Bloodhound "Rescue " und den Bloodcoonhound "Spyke" persönlich kennen. Die rund zwei Jahre alten Vierbeiner werden von Bingfried Bublitz und Ralf Gründler auf ihren späteren Dienst als Polizei-Spürhund ausgebildet. Lorenz Caffier zeigte keine Berührungsängste, nahm couragiert einen der Hunde an die Leine und posierte für ein Foto.

In Mecklenburg-Vorpommern können 25 Rauschgifthunde, zwölf so genannte Waffen-, Munitions- und Sprengstoffhunde, 23 Fährtenhunde sowie zwei Blut- und Leichenspürhunde eingesetzt werden.

Ihre Erfolgsquote ist hoch. Mehrere Hundeführer gehören mit ihren Vierbeinern zur Polizeiinspektion Ludwigslust. Erst vor wenigen Wochen konnte durch den taktischen Einsatz der "Fahnder auf vier Pfoten" ein Gewalttäter dingfest gemacht werden. Ein 24-jähriger Mann, der in Ludwigslust einen Polizisten nach einem versuchten Pkw-Diebstahl mit einer Pistole bedroht hatte und sich später den Fluchtweg mit einem Lkw frei rammte, konnte zwei Wochen später von Polizeispürhunden lokalisiert werden. Das so erstellte Täterprofil war außerordentlich hilfreich, sind sich die Experten einig. Die Polizeihunde sind im Monat durchschnittlich bis zu 20 Mal im Einsatz.

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