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Die Schrift "Extremistenjäger!?" verärgert die Linke : Brodkorb auf Jagd

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Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Mathias Brodkorb beschäftigt sich als Autor im Buch "Extremistenjäger!?" mit der Frage, wer eine Gefahr für die Demokratie ist: Rechtsextremismus oder Linksradikale?

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2011 | 08:33 Uhr

Schwerin | Eigentlich stehen die Zeichen zwischen SPD und Linker in MV wieder auf Harmonie. Doch jetzt hat der stellvertretende SPD-Fraktionschef Mathias Brodkorb ein kleines Buch vorgelegt, das bei den Linken nicht auf Wohlwollen stoßen dürfte. Unter dem Titel "Extremistenjäger!?" beschäftigen sich der Herausgeber und sieben weitere Autoren mit der Frage, wer eine Gefahr für die Demokratie ist: Nur der Rechtsextremismus oder auch linksradikale Gruppierungen?

Brodkorb unterstützt den Ansatz von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), Demokratieprogramme gegen Rechts- wie Linksextremismus und Islamismus auszurichten. Die Ministerin erfülle damit "nichts anderes, als den Verfassungsauftrag", stellt er fest. Der Begründer des Internetportals "Endstation rechts" gibt zudem Prof. Eckhard Jesse die Möglichkeit seine Position darzulegen. Dieser vergleicht NPD und Linkspartei. Der Chemnitzer Politikwissenschaftler zieht den provokanten Schluss: Die Linke stelle für die Demokratie die größere Gefahr dar. Während der "harte Extremismus" der NPD gesellschaftlich geächtet sei, gelte das für den "weichen Extremismus" der Linken nicht annähernd. Brodkorb erwähnt auch den Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge, der Jesse heftig widerspricht. Hinter "Jesse und Co." stünden einflussreiche Interessen, Kritiker des kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems zu diskreditieren.

Für die linke Landtagsabgeordnete Barbara Borchardt ist die Debatte nicht akzeptabel, weil damit eine "Gleichsetzung" von Rechts- und Linksextremismus und eine "Kriminalisierung der Antifa-Arbeit" verbunden seien.

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