zur Navigation springen

Internationale Grüne Woche : Auf der Grünen Woche werden Kontakte geknüpft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Auftritt auf der Grünen Woche diene MV laut Backhaus auch als Imagewerbung

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2015 | 19:00 Uhr

Die Internationale Grüne Woche (IGW) gilt als die größte Verbrauchermesse weltweit. Mehr als 1500 Aussteller aus 50 Ländern präsentieren ihre Produkte. Darunter: 60 Unternehmen und Vereine aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland feiert mit seinem diesjährigen Messeauftritt ein großes Jubiläum: „Wir haben vor 25 Jahren mit sieben Ständen angefangen, mittlerweile haben wir eine eigene Halle“, sagt Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Die Darstellung vor Ort auf der Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau sei für das Agrarland wichtig, denn die Messe habe sich in den letzten Jahren zu einem internationalen Treffpunkt der Nahrungsmittelwirtschaft und der Politik entwickelt.

Nicht nur Lebensmittelproduzenten könnten daher neue Kooperationen schließen: „Ich werde unter anderem den neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf der Messe treffen“, sagt Backhaus. Besprechen will er mit ihm unter anderem den europaweiten Umgang mit verunreinigtem Bio-Futter. „Es kann nicht sein, dass in Deutschland Bio-Eier aus dem Regal genommen werden, in Dänemark aber nicht“, erklärt der Minister. Er forderte eine EU-weit einheitliche Regelung und deren ebenfalls einheitliche Umsetzung.

Auch mit lettischen sowie russischen Gesprächspartnern will sich Backhaus treffen. „Wir wollen mit Lettland eine Kooperation in Richtung Bio vorbereiten. Bio muss und darf seine Glaubhaftigkeit nicht verlieren“, betont der SPD-Mann. Mit Vertretern der russischen Delegation will er sich treffen, um den Dialog aufrecht zu erhalten. Der nach dem Russland-Embargo befürchtete Einbruch der Nahrungsgüter-Exporte aus MV sei nicht eingetreten. Die Ausfuhr der Ernährungsgüterwirtschaft habe im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent zugelegt. Als Grund sieht Backhaus, dass die Lebensmittelproduzenten neue internationale Absatzmärkte erschlossen hätten. So würde beispielsweise seit Kurzem Schweinefleisch aus MV nach Japan exportiert. „Wir präsentieren uns weltoffen. Unsere Wirtschaft muss sich auch auf Märkte außerhalb MV’s konzentrieren“, sagt Backhaus.

Der Auftritt auf der Grünen Woche diene Mecklenburg-Vorpommern auch als Imagewerbung. Gerade deshalb wolle das Ministerium auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen mit einem Stand dabei zu sein. Darüber hinaus präsentieren sich zunehmend touristische Aussteller auf der IGW, darunter fünf Landkreise. 80 Prozent der Aussteller seien Stammgäste. „Wir müssen in den kommenden Jahren zu einer stärkeren Ökologisierung der Landwirtschaft kommen, bei der die Regionalität der Produkte noch mehr in den Vordergrund gestellt werden sollte“, stellt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Fritz Tack heraus. Dabei sollten die Politiker vor Ort nicht vergessen, auch Themen wie den Tierschutz und die Verbesserung von Haltungsbedingungen anzusprechen. „Viele positive Beispiele in MV dürfen den Blick auf vorhandene Missstände nicht verstellen“, betonte Tack.

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen