Anzeige gegen Brähmer zurückgezogen

Jürgen Brähmer
Jürgen Brähmer

von
12. September 2008, 10:58 Uhr

Schwerin | Die Strafanzeige gegen den 29-jährigen Profiboxer Jürgen Brähmer wegen Körperverletzung wurde gestern von dem vermeintlichen Opfer, das vom Boxer am 31. Mai einen Faustschlag gegen den Kopf bekommen haben soll, selbst zurückgezogen. Das bestätigte, Hans-Christian Pick, Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft. Gegenüber unserer Redaktion begründete der vermeintlich Geschlagene die Rücknahme seiner Anzeige mit den knappen Worten: "Jürgen Brähmer und ich sind im Reinen, das war eine Bagatelle." Außerdem wolle er dem Schweriner Boxer vor dessen ersten WM-Kampf im November keine Steine in den Weg legen.

Doch damit scheint die Auseinandersetzung Brähmers mit der Justiz noch lange nicht beendet zu sein. Das Verfahren wird nicht eingestellt, sagte Oberstaatsanwalt Pick gegenüber unserer Redaktion. "Wir ermitteln weiter, weil wir ein besonderes öffentliches Interesse an der Aufklärung dieses Vorfalls sehen", so Pick. Brähmer soll am 31. Mai dieses Jahres in der Schweriner "Booze Bar" einen Gast im Streit mit der Faust geschlagen und ihn unterhalb des Ohres verletzt haben (wir berichteten). Der 46-jährige Gast sei nach Polizeiangaben leicht verletzt worden und hatte Strafanzeige gestellt.

Brähmer selbst hatte die Vorwürfe der Schweriner Staatsanwaltschaft als "lächerlich" und als "Schwachsinn" bezeichnet. "Ich bin völlig unschuldig. Die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen", sagte der Boxer. Glaubt man Darstellungen aus Brähmers Umfeld, sei der vermeintlich Geschlagene erheblich alkoholisiert gewesen. Den Darstellungen zufolge, habe der Boxer sogar versucht, dem Streit aus dem Weg zu gehen.

Vor knapp einem Jahr war Brähmer wegen Körperverletzung angeklagt, weil er angeblich einen Mann geohrfeigt haben soll - und wurde vom Gericht nach 30-minütiger Verhandlung freigesprochen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen