Statistisches Bundesamt : 491 Ausländer in MV eingebürgert

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In keinem anderen Bundesland wurden im vergangenen Jahr weniger Ausländer eingebürgert.

svz.de von
17. Juli 2014, 20:31 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern sind im vorigen Jahr nur 491 Ausländer eingebürgert worden. Das waren so wenige wie in keinem anderen Bundesland, geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag hervor. Auch in den Jahren zuvor lag die Zahl der Einbürgerungen im Nordosten kaum höher.

Mit 1,9 Prozent an der Gesamtbevölkerung weist Mecklenburg-Vorpommern neben Thüringen den niedrigsten Ausländeranteil aller Bundesländer auf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten im Jahr 2013 bundesweit 112 350 Antragsteller die deutsche Staatsbürgerschaft, fast eben so viele wie im Jahr davor. Allein im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen waren es knapp 30 000, in Baden-Württemberg gut 16 000 und in Hamburg über 7000. Die mit Abstand meisten Bewerber für den deutschen Pass stammten erneut aus der Türkei. Dies traf für MV allerdings nicht zu. Nur 20 Türken wollten sich im Nordosten einbürgern lassen.

Der Statistik zufolge ist der deutsche Pass nur für einen kleinen Teil der in der Bundesrepublik lebenden Ausländer attraktiv. Rund 4,9 Millionen Menschen hätten sich im vergangenen Jahr einbürgern lassen können – doch nur gut zwei Prozent davon haben es gemacht.

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