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Baustart in Rostock : 24-Stunden-Kitas: Ansturm auf Plätze

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute Baustart in Rostock / Land fördert flexible Betreuung in Randzeiten

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 07:43 Uhr

Kinderbetreuung an 365 Tagen rund um die Uhr: Was in Schwerin bald schon an zwei Standorten möglich sein wird, soll ab September 2015 auch Rostocker Familien offen stehen. Heute werden mit einem feierlichen ersten Spatenstich die Arbeiten an der ersten 24-Stunden-Kita der Hansestadt eröffnet. Der Verein Waldemar Hof als Bauherr und die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik (GGP) als Betreiber ergänzen die Kindertagesstätte Humperdinckstraße in den nächsten Monaten um einen Neubau. „Wie viele Plätze das 24-Stunden-Betreuungsangebot haben wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, erklärt Dr. Wolfgang Richter, Bereichsleiter bei der GGP. Ursprünglich seien 50 geplant gewesen, schon jetzt zeichne sich aber ab, dass die nicht ausreichen werden.

Auch in Schwerin gibt es einen wahren Run auf das 24-Stunden-Angebot. Seit November 2009 existiert dort die bislang einzige 24-Stunden-Kita des Landes. Die Warteliste auf einen der 66 Plätze war schon zu Jahresbeginn so lang, dass nicht einmal die Kapazität der zweiten 24-Stunden-Kita der Landeshauptstadt, die im November öffnen soll, ausreicht, um sie abzuarbeiten.

Gesundheitswesen, Altenpflege, Nahverkehr, Gastronomie, Biotechnologie – die Zahl der Branchen, in denen Mitarbeiter rund um die Uhr arbeiten müssen und auch entsprechende Betreuungsangebote für ihre Kinder suchen, wächst beständig. In Rostock war es die Polizei, die den Anstoß gab, eine 24-Stunden-Kita zu eröffnen, so Richter. Mit ihr, aber auch mit der Universität gebe es bereits Kooperationsvereinbarungen. Auch andere Firmen wären daran interessiert.

24-Stunden-Kitas seien aber nur ein Aspekt auf dem Weg zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, betont Sozialministerin Birgit Hesse (SPD). Ein anderer sei, die Betreuung in Randzeiten, also über die regulären Öffnungszeiten hinaus, auszubauen. Das Land habe deshalb mit rund 157 000 Euro das Projekt „kitaFLEX“ gefördert, in dessen Ergebnis ein Praxisleitfaden zur flexiblen und bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung entstanden sei.

In Mecklenburg-Vorpommern besuchen 55,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren und 97,3 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen eine Kindereinrichtung oder werden von einer Tagesmutter betreut. Mehr als 70 Prozent sind Ganztagskinder, besuchen die Einrichtung also bis zu zehn Stunden am Tag.

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