Rostock : Polar-Ausstellung mit Eisbär Churchill als Star

Noch viel zu tun: Studenten bereiten in Rostock die Ausstellung über Tiere der Polarregion vor. Noch fehlt der Star – Eisbär Churchill.
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Noch viel zu tun: Studenten bereiten in Rostock die Ausstellung über Tiere der Polarregion vor. Noch fehlt der Star – Eisbär Churchill.

Eisbär-Männchen Churchill kommt als Präparat zurück nach Rostock. Er wird Teil einer studentisch organisierten Sonderausttellung in der Zoologie, über Tiere der Polarregionen. Churchill starb im Oktober mit 34 Jahren im Zoo.

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21. Februar 2014, 21:30 Uhr

Er war der Star des Rostocker Zoos – Eisbär Churchill. Am 26. Oktober 2013 starb der Bär mit 34 Jahren an Altersschwäche. Doch er wird auch über seinen Tod hinaus in der Hansestadt bleiben – als Hauptexponat einer Sonderausstellung der Zoologischen Sammlung.

„Dickschädel, Frackträger, kleine Leuchten“ wird der Titel der Ausstellung über Tiere der Polarregionen sein. 13 Master-Studenten des Studienganges Diversität und Evolution konzipieren sie, nutzen Präparate der Sammlung wie Eselpinguine, Weißgesicht-Scheidenschnabel oder einen Polarfuchs. Auch Churchill soll möglichst natürlich in Szene gesetzt werden, sagt Doktorand Torben Göpel.

Auf seinen Hinterbeinen stehend, und damit 2,6 Meter groß, wird der Rostocker Eisbär in einer extra für ihn angefertigten Vitrine die Zuschauer begrüßen.

Gerade wird er noch in Greifswald vom Spezialisten Thomas Labahn präpariert. Der fertigt eine Dermoplastik von Churchill an. Dabei bleibt das Fell erhalten, es wird zuvor gegerbt und dann über einen aufwändig nach Bildaufnahmen nachgebildeten Kunststoffkörper gezogen. In einer separaten Vitrine wird der große Schädel zu sehen sein. Verstorbene Tiere des Zoos werden nicht selten an die Zoologie übertragen. Das ist Teil eines Kooperationsvertrages zwischen beiden Einrichtungen. So dienen sie über ihren Tod hinaus der Lehre und Bildung. Churchill führt die Besucher in der Ausstellung in die Welt der Tiere der Polarregionen und macht auch auf Schwierigkeiten für sie aufmerksam, wie den Klimawandel.

Die Ausstellung

Eröffnung: Die Ausstellung wird am 16. April um 18 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten: Ab dem 17. April wird sie montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet sein. Die Ausstellung wird voraussichtlich bis März des Folgejahres zu sehen sein.

Förderung: Die Zoologie konnte sich beim Wettbewerb „Studium Optimum“  als Projekt durchsetzen, das zur Verbesserung von Forschung und Lehre beiträgt. Das Projekt wird dadurch über drei Jahre vom Bildungsministerium gefördert. Schon im vergangenen Jahr konnte so eine studentische Ausstellung realisiert werden.

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