zur Navigation springen

593 Menschen singen - im Seewasser stehend : Plauer Wasserchor holt Weltrekord

vom

Weltrekord! Plau stellt den weltgrößten Wasserchor. Genau 593 Menschen intonierten am Sonnabend in der Seeluster Bucht sowohl das Mecklenburger Lied als auch die Brandenburg-Hymne "Märkische Heide".

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2011 | 06:37 Uhr

Plau am See | Plau hat die Höchstmarke zum Gewinn des Titels "Größter Wasserchor" deutlich nach oben geschraubt: Genau 593 Menschen stellten sich am Sonnabendnachmittag in der Seeluster Bucht in das angeblich 20 Grad warme Seewasser und intonierten dort vielstimmig mit allen Strophen sowohl das Mecklenburger Lied als auch die Brandenburg-Hymne "Märkische Heide": Weltrekord!

Als Dirigent fungierte dabei der Initiator dieses Rekordversuchs, Friedhelm Engel aus Freyenstein (Brandenburg). Seit Jahren Dauergast auf einem Plauer Campingplatz, hatte es ihn zutiefst gewurmt, dass der Weltrekord bislang erstens mit lediglich 269 Stimmen und dann auch nicht von Plau, sondern von Schwerin gehalten wurde. "Das müsste doch zu knacken sein", dachte er bei sich und machte sich bei seinen Camping-Kollegen für diesen Rekordversuch stark.

Auch bei den Bürgermeistern von Röbel/Müritz (Heiner Müller), Meyenburg (Falko Krassowski), Wittstock (Jörg Gehrmann) und nicht zuletzt beim Plauer Bürgermeister Norbert Reier fand er große Bereitwilligkeit für dieses Unterfangen vor, "wollten doch damit alle ein Bekenntnis für eine engere Zusammenarbeit im Tourismus dieser Region abliefern". Bislang habe es nämlich trotz guter Nachbarschaft und räumlicher Nähe kaum gemeinsame Veranstaltungen gegeben.

Diese Zeiten können seit Sonnabend der Vergangenheit angehören: Nicht nur der Heimatverein aus Quetzin mit Jürgen Patzig als Wassergott Neptun und seinen beiden Nixen (Jenny Lange, Anne Kathrin), der Chor des Plauer Heimatvereins mit Günter Grittke am Akkordeon oder die Initiative "Plaukocht" waren angerückt, sondern beispielsweise auch elf Freyensteiner Feuerwehrleute. Das Plauer Tourismusbüro wurde durch Plauline als Hexe vom Klüschenberg (Michaela Mroß) repräsentiert. Auch Gudrun Stein als Amtsleiterin Eldenburg Lübz war sich nicht zu schade, sich zugunsten des Rekordversuchs ihrer Nachbarn nasse Füße zu holen.

Bei regenfreiem Wetter heizte Moderator Günter Lutz die Stimmung derart auf, dass bereits lange vor dem Start eigentlich schon feststand, dass die alte Rekordmarke locker fallen würde - so denn auch alle gemeldeten Sängerinnen und Sänger rechtzeitig ins Wasser gehen und es dort lange genug aushalten würden. Alle Teilnehmer waren zuvor namentlich registriert worden - nicht nur, um ihnen anschließend eine Erinnerungsurkunde aushändigen, sondern um den Rekordversuch auch anstandslos dokumentieren zu können. Zudem war dort ein Textblatt mit allen Strophen beider Landeshymnen zu erhalten.

Um 15 Uhr gab es dann kein Halten mehr: Die Seeluster Bucht wimmelte vor Sangesfreudigen. Das von Friedhelm Engel vollmundig angepeilte Ziel eines 1000-stimmigen Wasserchors erfüllte sich zwar nicht, aber außer den Akteuren waren derart viele Schaulustige gekommen, dass es dafür locker hätte reichen können. DRK-Sanitätsdienst, -Wasserwacht und die Plauer Feuerwehr sorgten bei diesem Spektakel für die Sicherheit und bekamen dafür Sonderbeifall. Der Rekordversuch ging erst nach seinem Gelingen im Regen unter und dann in ein Uferfest über, bei dem bis zum Einbruch der Dunkelheit stilgerecht die Musiker vom Titanic-Orchester den Ton angaben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen