Bühnen-Fusion : Platzt der Theatergipfel?

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Kommen die Rostocker oder kommen sie nicht? Wenn nicht - es wäre ein Rückschlag für die Theaterpolitik der Landesregierung. Die Delegationen aus Rostock und Schwerin sollen heute den "Letter of Intent" unterzeichnen.

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17. März 2013, 06:18 Uhr

Schwerin/Rostock | Kommen die Rostocker oder kommen sie nicht? Wenn nicht - es wäre ein Rückschlag für die Theaterpolitik der Landesregierung. Die Delegationen aus Rostock und Schwerin sollen um 15 Uhr den "Letter of Intent" unterzeichnen, die Absichtserklärung, die Voll- oder Teilfusion des Staatstheaters und des Rostocker Volkstheaters bis ins Detail durchkalkulieren zu lassen. Bisher gab es für die künftigen Theater-Strukturen nur grobe Modelle.

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte gegenüber unserer Zeitung betont: Lehne Rostock den "Letter of Intent" ab, sei das ein Signal, nicht am gemeinsamen Theater- und Orchesterkonzept teilnehmen zu wollen. Rostock werde dann, warnte der Minister, alle Unterstützung des Landes und so viel Geld verlieren. "Am 18. März läuft die Uhr ab", so Brodkorb damals.

Die Rostocker Bürgerschaft beschloss dennoch: Kein "Letter of Intent", OB Roland Methling solle mit einem eigenen Papier in die Verhandlungen gehen.

Der Kultusminister hatte daraufhin am Freitag bei einem Treffen mit den Fraktionen der Rostocker Bügerschaft dafür geworben, an dem heutigen Treffen teilzunehmen, eine Einigung zu erzielen und später in der Bürgerschaft absegnen zu lassen. Rostocks OB Roland Methling war dem Treffen am Freitag ferngeblieben. Auf Nachfrage ließ er offen, ob er heute nach Schwerin reisen wird.

Also Fortschritt oder Rückschlag? Sollte die Rostocker Delegation heute komplett fehlen, ließ Brodkorb auf Nachfrage mitteilen, stehe er zu seinen für diesen Fall gemachten Ankündigungen.

Und Schwerin? "Wir kommen auf jeden Fall", sagte Stadtsprecherin Michaela Christen.

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