Plattform mit Steg beim West-Strand

<strong>Statt einer Seebrücke stellen sich Strandbewirtschafter</strong> Matthias Treichel, Architekt Enno Zeug, Event-Manager Alexander Ruß und Gastronom Matthias Hirsch  (v.l.)  einen Steg mit einer Plattform nahe des West-Strandes vor. Das soll den Strand auch zur Winterzeit attraktiver machen. Foto: mapp
Statt einer Seebrücke stellen sich Strandbewirtschafter Matthias Treichel, Architekt Enno Zeug, Event-Manager Alexander Ruß und Gastronom Matthias Hirsch (v.l.) einen Steg mit einer Plattform nahe des West-Strandes vor. Das soll den Strand auch zur Winterzeit attraktiver machen. Foto: mapp

svz.de von
18. Juli 2012, 09:43 Uhr

Warnemünde | Mit den Ergänzungsvorschlägen zum B-Plan Strand von Mitgliedern des Warnemünder Handels- und Gewerbevereins (HGV) soll Menschen mit einem Handicap das Baden in der Ostsee ermöglicht werden. Architekt Enno Zeug hat auf Wunsch des Vorstandes die Ideen und Hinweise der Mitglieder zusammengetragen und daraus fachlich machbare Ergänzungsvorschläge erarbeitet. Diese sollen fristgerecht bei der Stadtplanung eingerecht werden. Entgegen dem städtischen Plan sehen diese eine Plattform mit Steg statt einer Seebrücke vor. "Unsere Plattform wird nicht so gigantische Ausmaße haben", sagt Zeug. Er besitzt alte Fotos und Pläne, nach denen es einen solchen Steg früher am Warnemünder Strand gegeben hat. Allerdings war das an anderer Stelle.

Statt in der Nähe des griechischen Restaurants Philoxenia wünschen sich die Gewerbetreibenden vom Strand diesen Steg am Aufgang West-Strand, wo der Platz der Gastronomie von Matthias Hirsch aufgewertet worden ist.

Domizil für die Seehunde

Dieser Steg und seine Bauten könnten zum Domizil der Eisbader werden, es sollen Saunen und zeitgemäße Toiletten entstehen. Wenn sich die Bedingungen verbessern, wird mit einem Mitgliederaufschwung bei den Eisbadern gerechnet. "Der Steg in der Ostsee bietet Platz für kulturelle und sportliche Events und außerdem die Möglichkeit für Menschen mit Handicap, ins Wasser zu gelangen", sagt Hirsch.

"Der Vorteil des Standortes für die Plattform ist die Nähe zur Jugendherberge und zu den Sportplätzen. Auch die Wohnbebauung und ein Großparkplatz sind nicht weit", ergänzt Zeug. Er schätzt diese Fläche in der Nähe vom Neuen Friedhof in Warnemünde trotz Strand als B-Lage ein, die unbedingt aufgewertet werden muss, um sie ganzjährig bewirtschaften zu können. Auf der Lichtung vor dem Strand wünschen sich die Warnemünder eine Skateranlage, die der potenzielle Betreiber ursprünglich in der Nähe des Sport- und Spielstrandes errichten wollte. Das war wegen des Hotelbetriebs und der erwarteten Ruhestörung unerwünscht. "Auch der Sport- und Spielstrand Active Beach ist nach unseren Plänen an anderer Stelle besser untergebracht. Wir würden ihn in die ungenutzte Fläche nahe des Teepotts einordnen", sagt der Architekt.

"Da kommen viele Leute vorbei, an seinem jetzigen Standort wird er weniger als gedacht genutzt", so Strandbetreiber Matthias Treichel, der als Erstes einen behindertengerechten Strandzugang errichtet hat. So ein Zugang für Rollstuhlfahrer soll auch am West-Strand enstehen. "Damit bieten wir Barrierefreiheit von vorn am Leuchtturm bis hinten zum West-Strand", sagt Zeug.

Tiefgarage soll den Parkdruck mindern

Auf eine Problematik gehen die Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins noch ein: Mit der Sanierung einiger Straßen fallen in Warnemünde Stellplätze weg. "Das erhöht den Parkdruck", sagt Zeug. Der Vorschlag des HGV sieht die Schaffung von 640 Tiefgaragenplätzen zwischen der Kurhausstraße und dem Aufgang 4 in Warnemünde vor. Ein Tiefbauer habe bereits seine Bereitschaft signalisiert, diese zu bauen und zu betreiben.


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