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Landesentwicklung MV : Plan für die nächsten zehn Jahre

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eckpunkte für wichtige Bereiche der wirtschaftlichen Entwicklung beschlossen

Das Kabinett in Schwerin hat auf seiner gestrigen Sitzung das neue Landesraumentwicklungsprogramm beschlossen und damit wichtige Eckpunkte für die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zehn Jahren gesetzt.

Zu dem Programm waren von Verbänden und Bürgern knapp 10 000 Änderungsvorschläge und Hinweise eingegangen, die nach Angaben von Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) geprüft und teilweise eingearbeitet wurden. In dem Papier sind 21 Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen, für die vorrangig um Neuansiedlungen geworben werden soll. Zehn dieser Areale haben Hafenanbindung.

Zudem weist das Programm Vorranggebiete für weitere Windparks auf See aus.

Die Gesamtfläche für den Neubau von Offshore-Windrädern war nach Protesten aus Tourismus und Schifffahrt von zunächst 580 auf jetzt 183 Quadratkilometer reduziert worden. Pegel zeigte sich bei der Vorstellung des neuen Entwicklungsprogramms dennoch überzeugt, dass Mecklenburg-Vorpommern seine ehrgeizigen Ziele für den Ausbau der Ökostrom-Produktion erreichen kann. Zudem sollen Windrad-Bauer in einem begrenzten Seegebiet vor Warnemünde die Möglichkeit erhalten, Neuentwicklungen zu testen. Die Ausweisung neuer Eignungsgebiete für Windräder an Land bleibt in der Zuständigkeit der vier Planungsregionen.

Zuversichtlich äußerte sich der Minister zum Ausbau schneller Internetverbindungen. Alle beim Bund zur Förderung eingereichten Breitband-Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern seien bewilligt, für die zweite Förderrunde 67 weitere Anträge gestellt worden. Schon mit der Umsetzung der bereits genehmigten Vorhaben steige die Versorgung im Land mit leistungsfähigen Anschlüssen von 50 auf 66 Prozent, wobei vor allem der bislang schlecht versorgte ländliche Raum profitiere.

Für die besonders von Abwanderung und Alterung betroffenen Regionen plant die Landesregierung, von 2017 an die Förderung für Investitionsvorhaben um 5 Punkte auf 55 Prozent zu erhöhen.
 

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erstellt am 24.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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