Plan B wird vorbereitet

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18. Mai 2012, 09:07 Uhr

Der Plan B für den Griechenland-Austritt aus der Euro-Zone wird bei der Europäischen Kommission gewiss bereits vorbereitet. Alles andere wäre verantwortungslos. Noch immer gilt in den europäischen Hauptstädten die Losung, dass das hoch verschuldete Land Teil der Währungsunion bleiben soll. Doch hat das Chaos nach der griechischen Parlamentswahl, das Erstarken der radikalen Gegner des Sanierungskurses und das Scheitern einer Regierungsbildung in Athen, die unmittelbare Gefahr des Austritts auch dem letzten Optimisten vor Augen geführt.

Es gilt darauf vorbereitet zu sein, dass Griechenland in einem Akt kollektiver Unvernunft Spar- und Sanierungskurs über Bord wirft. Die kurze Zeit bis zu den Neuwahlen muss jetzt genutzt werden, der griechischen Bevölkerung die möglichen Folgen der radikalen Abkehr vom Euro-Kurs drastisch vor Augen zu führen: Der Geldhahn wird zunächst zugedreht, die Staatspleite ist unvermeidbar. Das ist kein abstrakter Begriff, sondern bedeutet, dass Renten und staatliche Gehälter nicht mehr gezahlt werden können. Die verantwortungsbewussten griechischen Politiker müssen klar machen, was bei den Neuwahlen auf dem Spiel steht.

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