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Flugzeugunglück : Pilotenleiche wird obduziert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der 58-Jährige war am Sonnabend in Heringsdorf auf Usedom zu einem halbstündigen Trainingsflug gestartet und nicht zurückgekehrt.

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 19:59 Uhr

Nach dem Absturz eines Leichtflugzeugs im Stettiner Haff hat die Staatsanwaltschaft Stralsund ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Leiche des 58-jährigen Piloten werde obduziert, um die Todesursache bestimmen zu können, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ralf Lechte, gestern. Das Ergebnis werde in den kommenden Tagen erwartet. Die einmotorige Propellermaschine vom Typ TB 9 gehörte nicht dem Piloten, sondern dem Heringsdorfer Fliegerclub. Von der Obduktion erhofft sich die Staatsanwaltschaft Informationen darüber, ob der Pilot eventuell gesundheitliche Probleme hatte. Zudem muss ein Gutachten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zum technischen Zustand der Maschine abgewartet werden.

Der 58-Jährige war am Sonnabend in Heringsdorf auf Usedom zu einem halbstündigen Trainingsflug gestartet und nicht zurückgekehrt. Er galt als erfahren und umsichtig. Wie ein Polizeisprecher am Wochenende sagte, hatte er keine Probleme gemeldet. Es hatte aber auch keinen Funkkontakt gegeben.

Die BFU in Braunschweig hat gestern die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Die Behörde entscheidet auch, wann und durch wen das Wrack geborgen werden soll. „Wir gehen davon aus, dass die Bergung in den kommenden Tagen erfolgt“, sagte BFU-Sprecher Germout Freitag. Die abgestürzte Maschine liegt in einem ein bis drei Metern tiefen Flachwasserbereich.

Das für das Stettiner Haff zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Stralsund kann aufgrund der geringen Wassertiefe die Bergung nicht mit eigenen Fahrzeugen unterstützen. „Wir haben eine Bergung des Wracks geprüft, kommen aber nicht in das Flachwassergebiet“, sagte ein Sprecher der Behörde in Stralsund.  Vom Wrack gehe derzeit keine unmittelbare Gefahr aus, weil es nicht im unmittelbaren Schifffahrtsbereich liegt. Die Absturzstelle wird durch die Wasserschutzpolizei abgesichert.

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