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Hochwasser 2013 : Pflichtversicherung für Hausbesitzer?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Als Konsequenz aus den Milliardenschäden nach dem Hochwasser 2013 fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer.

Als Konsequenz aus den Milliardenschäden nach dem Hochwasser 2013 fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer. Bislang sei der Steuerzahler bei Katastrophen eingesprungen. Dies sei ungerecht, sagte Kolb. Diese Woche wollen sich die Justizminister bei ihrer Tagung im Ostseebad Binz mit dem Thema befassen. Die Versicherungswirtschaft habe ein Modell vorgeschlagen, wonach alle Gebäude in vier Risikozonen eingeordnet werden. Neben Hochwasser sollen mit einer Elementarpflichtversicherung auch Sturm, Hagel, Erdbeben oder Schnee abgedeckt werden. Daher sei es eine Versicherung, von der potenziell jeder profitieren könne, sagte Kolb. Die Kosten würden im Jahr zwischen 100 und 1600 Euro für ein Einfamilienhaus im Wert von 330 000 Euro liegen, sagte Kolb. Anfangs könnte der Staat noch mit einer Milliardensumme als Rückversicherung auftreten, später sollen die Versicherungen die Schäden komplett mit den Beiträgen abdecken. Eine Arbeitsgruppe in Sachsen-Anhalt hatte im Auftrag der Justizministerkonferenz die rechtlichen Möglichkeiten einer Pflichtversicherung geprüft. Aus ihrer Sicht sei eine solche Pflicht rechtlich möglich und auch sinnvoll, sagte Kolb. Pflichtversicherungen gibt es bislang zum Beispiel für Kraftfahrzeuge, damit Unfallopfer auf jeden Fall entschädigt werden können.

Das Hochwasser 2013 hatte in Deutschland Schäden von rund 6,6 Milliarden Euro verursacht, davon allein im Elbegebiet rund 5,2 Milliarden. In MV wurde der Schaden auf rund 8 Millionen Euro geschätzt.

Ergebnis unserer Online-Umfrage

Sollte es eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer gegen Hochwasser geben?

Ja – 52,5%

Nein – 47,5%


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