Vorwurf der Tierquälerei : Peta streitet mit Politik um Brieftauben-Flüge

Auch Tauben werden in Barmstedt zu sehen sein.
Auch Tauben werden in Barmstedt zu sehen sein.

Gehören Brieftauben-Wettbewerbe verboten? Tierschutzorganisation wirft Züchtern in MV Tierquälerei vor.

svz.de von
20. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern streitet mit der Tierrechtsorganisation Peta über den Brieftauben-Wettbewerb am vorigen Wochenende im polnischen Lubin. Peta würde sämtliche Sporttaubenzüchter der Tierquälerei verdächtigen, sagte Beate Schlupp, Agrar-Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, gestern. Das Züchten von Brieftauben sei eine jahrtausendealte Tradition, die heute als Freizeitsport betrieben werde. Schlupp: „Wer solche Traditionen verbieten will, hat nicht das Tierwohl im Blick, sondern handelt aus ideologischer Verblendung.“ In Lubin waren am Sonntag 3250 Brieftauben auf eine 400 Kilometer lange Reise nach MV geschickt worden.

Brieftauben würden in der Regel bewusst von ihren Partnern oder der Brut getrennt, hatte Peta kritisiert. Damit sei nicht Ehrgeiz die Motivation zur Heimkehr, sondern die Sehnsucht nach ihrem Heimatschlag. „Ihre Treue auf so rücksichtslose Weise zu missbrauchen, hat mit Tierliebe nichts zu tun“, sagte Peta-Referentin Vanessa Reithinger. Viele Vögel würden auf den Flügen an Wassermangel, Hunger, Erschöpfung oder Verletzungen sterben. Der Brieftaubensport sei tierschutzwidrig, Taubenwettflüge müssten verboten werden. In Deutschland leben etwa 2,5 Millionen Brieftauben.

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