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Viele Krankheitsfälle : Personalnot in Finanzämtern von MV

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Dauerhaft hohe Krankenstände sorgen für Personalnot in den Finanzämtern des Landes. Jeder der knapp 2700 Beschäftigten fehlte im Jahr 2011 im Durchschnitt 22 Tage wegen Krankheit.

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erstellt am 22.Feb.2013 | 11:17 Uhr

Schwerin | Dauerhaft hohe Krankenstände sorgen für Personalnot in den Finanzämtern des Landes. Jeder der knapp 2700 Beschäftigten fehlte im Jahr 2011 im Durchschnitt 22 Tage wegen Krankheit, geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Linksfraktion hervor. Das ist mehr als doppelt so oft wie in ganz Deutschland: Insgesamt waren Arbeitnehmer laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 9,5 Arbeitstage krankgemeldet. Medienberichten zufolge kamen Mitarbeiter der Bundesverwaltung jedoch im Schnitt auf 19 krankheitsbedingte Fehltage.

Die Linke-Abgeordnete Jeannine Rösler sprach von einem "unhaltbaren Zustand" in den Finanzämtern des Landes. Aus der vom Finanzministerium für dieses Jahr angekündigten Personalanalyse für die Finanzämter müssten deshalb zügig die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. "Denn so viel ist heute schon klar: Bei einem weiteren Personalabbau und gleichzeitiger Arbeitsverdichtung werden die Probleme in der Finanzverwaltung nur noch größer", warnte Rösler. Es sei bereits zu empfindlichen Stelleneinbußen in den Bereichen Betriebsprüfung und Steuerfahndung gekommen.

Laut Landesregierung sank die Zahl der Planstellen seit 2007 von 2432 auf 2171 im Jahr 2012. Ein Sprecher des Ministeriums betonte, dass die Finanzämter im Land personell gut aufgestellt seien. Trotz des beschlossenen Personalkonzepts, das in nahezu allen Bereichen der Verwaltung schrittweisen Stellenabbau vorschreibt, liege MV über dem Durchschnitt vergleichbarer Bundesländer. Zudem gebe es Unterschiede in der Datenerfassung: "In unserer Krankenstatistik werden Kalendertage erfasst - inklusive Wochenenden und Feiertage. Bei den Zahlen des Bundesamtes wird hingegen von einer Fünf-Tage-Woche ausgegangen."

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