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Gesundheit : Pendler besonders oft krankgeschrieben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Techniker Krankenkasse: Erkältungen und Rückenschmerzen häufigste Gründe

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Weite Wege zur Arbeit sind der Gesundheit nicht zuträglich: Was aus dem Gefühl heraus jeder bestätigen würde, wird jetzt durch den aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) auch mit Zahlen unterlegt. Die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg, aus denen immerhin rund 32 000 Beschäftigte zwischen Arbeit und Wohnort pendeln, sind nämlich die mit den meisten Fehltagen im Jahr 2015. Durchschnittlich 21,7 Tage lang war jeder Beschäftigte im Landkreise Ludwigslust-Parchim im vergangenen Jahr krankgeschrieben, in Nordwestmecklenburg waren es 20,8 Tage. „Ludwigslust-Parchim nimmt damit im Ranking aller deutschen Landkreise den vierten Platz ein “, erklärt die Leiterin der TK-Landesvertretung Manon Austenat-Wied. Nach ihren Angaben ist jeder sechste abhängig Beschäftigte im Land bei der TK versichert. Im bundesweiten Durchschnitt fehlten nach den TK-Versichertendaten Erwerbstätige im Jahr 2015 an 15,4 Tagen krankheitsbedingt bei der Arbeit, im hiesigen Landesdurchschnitt kamen 19,5 Fehltage zusammen. Das war im Bundesvergleich der höchste Wert aller Länder.

 

Mit Ausnahme Sachsens wurden generell in den neuen Bundesländern höhere Fehlzeiten konstatiert. Austenat-Wied zufolge kann das auch damit zu tun haben, dass in Ostdeutschland nach wie vor die meisten Arbeitnehmer gleich am ersten Krankheitstag zum Arzt gehen. In Westdeutschland wird dagegen häufiger von der Karenztagsregelung Gebrauch gemacht. Das heißt, wenn der Arbeitgeber nichts anderes verlangt, kann man sich bis zu drei Werktage ohne Krankschreibung zu Hause auskurieren.

Erkrankungen der oberen Atemwege, Rückenschmerzen sowie depressive Episoden waren hierzulande die Diagnosen, die hinter den meisten Fehlzeiten standen. Deutschlandweit belegten dagegen psychische Erkrankungen den zweiten Platz. „Das Wissen um solche Unterschiede ist für uns als regional aufgestellte Kasse wichtig, um gezielt Prävention betreiben zu können, zum Beispiel über das betriebliche Gesundheitsmanagement“, so die TK-Landeschefin.

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