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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 23:36 Uhr

Parkgestaltung Stein für Stein

vom

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2012 | 09:37 Uhr

Raben Steinfeld | Der Landschaftspark in Raben Steinfeld ist zwar noch nicht fertig, aber auf den neu hergerichteten Wegen sind vor allem bei frühlingshaftem Wetter schon zahlreiche Spaziergänger und einige Radler unterwegs. Auch Bürgermeister Horst-Dieter Kobi ist hier häufig anzutreffen. Er macht sich nahezu täglich ein Bild von den Bauarbeiten. Die Flächen des fünf Hektar großen Parks sind profiliert, der Rasen soll demnächst eingesät werden. Und die meisten Sträucher und Bäume sind auch schon gepflanzt. Lediglich elf Bäume kommen noch in die Erde. Vielleicht sogar mehr. Die Raben Steinfelder haben sich jedenfalls dafür ausgesprochen, denn etliche wurde bewusst entnommen, einige waren bei Sturm umgeknickt. Fertig sind alle Wege, die eine wassergebundene Decke erhalten haben.

Wenn Horst-Dieter Kobi im Park unterwegs ist, führt ihn sein Weg zumeist zum Wasserturm. "Er ist bald fertig, sieht aber schon jetzt sehr imposant aus", sagt er und bleibt stehen, um den Anblick in Ruhe zu genießen. Etwa vier Meter hoch ist der einstige Wasserturm, komplett gebaut aus Feldsteinen, die allesamt aus der Gemeinde stammen. Kobi: "Immer wenn im Dorf gebaut wurde, stieß man auf größere Steine, die keiner der Bauherren behalten wollte. So haben wir als Gemeinde sie gesammelt und gelagert - in weiser Voraussicht, dass sie uns später noch von Nutzen sein werden." Jetzt wurden und werden sie verbaut, auch für die Wiederaufbau des Wasserturms, der aus der großherzog lichen Zeit stammt. "Früher", so weiß der Bürgermeister, "hat eine Pumpe das Brunnenwasser in diesen Turm gefördert." Später wurden die Leitungen stillgelegt, die Haushalte werden mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Pinnow versorgt."

Neu gestaltete Anlage soll im September eingeweiht werden

Doch der Turm verfiel, die Steine bröckelten ab. Jetzt wird er im Zuge der Sanierung des Parkes wieder aufgebaut - als markanter Blickfang. Von dieser Stelle aus können die Gäste außerdem einen Blick nach unten auf die Aussichtsterrasse am Ufer des Schweriner Sees werfen.

Kobis Weg führt weiter zu einer Parkmauer, den Männer der Restaurierungs-Firma Preuße & Rätsch aus Weimar gerade errichten. Mit Findlingen als Begrenzung. "Das sieht ja schon richtig toll aus. Da habt ihr super hingekriegt", lobt der Raben Steinfelder Vorarbeiter Thomas Korsch und seine Mitstreiter. Denn die großen Steine richtig zu platzieren, das ist schwierig. Die Weimarer Firma restauriert an anderer Stelle des Parks zudem eine Findlingsmauer und baut an der Straßenseite eine neue auf. Diese wird im unteren Bereich mit Feldsteinen gebaut, im oberen Bereich werden zum Dorf passend feinere Steine verwendet. Betreut wird die Parksanierung vom Landschaftsarchitekten Stefan Pulkenat. Die Maßnahme kostet rund eine Million Euro. Die Gemeinde stellt 400 000 Euro Eigenmittel bereit, der Rest sind Fördermittel. Am 8. September soll der Park öffentlich eingeweiht werden.

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