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GZSZ-Star aus MV : Parchimerin steigt in Kultfernsehserie ein

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Die in der Kreisstadt geborene Schauspielerin Anne-Catrin Märzke ist ab 3. November bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ im RTL-Fernsehen zu sehen

svz.de von
erstellt am 30.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Ab dem 3. November ist die gebürtige Parchimerin Anne-Catrin Märzke das neue Gesicht der Fernsehserie „GZSZ” (Gute Zeiten, schlechte Zeiten). Die 30-Jährige übernimmt ab Folge 5865 die Rolle der „Maja Brünning“. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags um 19.40 Uhr bei RTL.

Anne-Catrin Märzke wohnt in Berlin. Sie hat an an der „Joop van den Ende Academy“ eine Ausbildung als Schauspielerin und Sängerin absolviert und wurde danach sowohl für Theaterprojekte als auch für TV-Filme engagiert. Zeitweise lebte sie in Los Angeles, um sich im Bereich Schauspiel weiterzubilden. Mehr erzählt sie in diesem Interview.

Wie sind Sie zu GZSZ gekommen?
Anne-Catrin Märzke: Eines Tages bekam ich einen Anruf von der Casterin, die mir das Angebot machte, bei „GZSZ“ mitzuspielen. Ich war begeistert von der Möglichkeit, nun auch einmal Serienluft zu schnuppern und dabei Tag für Tag mehr neue Seiten an meiner Rolle entdecken zu können. Dazu ist es eine der „erwachsensten“ Rollen die ich bis jetzt gespielt habe und es hat sehr viel Spaß gemacht, mich in diesen speziellen Berufszweig der Medizin einzulesen. Mich interessiert der medizinische Background meiner Figur sehr, denn viele meiner Familienmitglieder arbeiten im Gesundheitswesen. Dadurch habe ich dazu einen ganz speziellen Bezug. Durch „GZSZ“ konnte ich die Dissertation einfach überspringen und darf trotzdem als Ärztin im Krankenhaus mit weißem Kittel rumlaufen. (lacht)

Was und wo haben Sie vorher gespielt?
Ich freue mich immer, wenn den Zuschauern meine Projekte gefallen, sowohl dem Publikum vor dem Bildschirm als auch den Theaterbesuchern. Am Potsdamer Platz Theater in Berlin habe ich im Musical „Hinterm Horizont“ von Udo Lindenberg u.a. die Hauptrolle, das „Mädchen aus Ostberlin“, gespielt. Meine bislang größte Herausforderung auf der Bühne war die Rolle der Effi Briest am schönen Ribbecker Schloss im Fontanedorf. Zuletzt habe ich den Kinofilm „2close2u“ gedreht und werde damit im nächsten Jahr nun auch auf der großen Leinwand zu sehen sein.

War es immer Ihr Traum, Schauspielerin zu werden?
Ich bin quasi im Theater aufgewachsen. Mein Vater, der auch am Theater arbeitet, hat mich schon mit sieben Jahren regelmäßig zu sämtlichen Proben und Vorstellungen mitgenommen. Somit habe ich jeden Tag nach Schulschluss meine komplette Freizeit im Theater und mit dem Ensemble verbracht. Da war mir schon früh klar, dass ich genau das auch mal machen und auf der großen Bühne stehen möchte. Und es hat tatsächlich geklappt, als Schauspielerin und Sängerin kann ich diesen Traum nun leben.

Wie haben Sie angefangen?
Es gab nie diesen einen Moment, von dem man sagen könnte, dass das der Beginn meiner Laufbahn als Schauspielerin war. Ich bin da einfach reingewachsen und nach und nach kamen immer mehr Angebote, Projekte und somit auch neue Herausforderungen auf mich zu, die ich mit Freude und voller Elan wahrgenommen habe. Meine Familie und Freunde standen bei allen Entscheidungen immer zu hundert Prozent hinter mir, vielleicht bin ich auch genau deshalb so entspannt geblieben, wer weiß.

Nun drehen Sie bei einer Daily. War es anders als erwartet?
Schon am ersten Tag am Set merkt man, dass man in ein eingespieltes Team kommt, das sich über Jahre kennt und sich perfekt aufeinander abgestimmt hat. Das gibt einem selber dann auch eine gewisse Sicherheit. Vor Beginn der Dreharbeiten hatte ich großen Respekt vor dem vielen Text lernen in kürzester Zeit, aber das hat überraschender Weise ganz wunderbar funktioniert, trotz der medizinischen Fachbegriffe. Da haben sich wohl die Castings der letzten Jahre bezahlbar gemacht, für die man ja auch oftmals sehr kurzfristig viel Text lernen muss. Mittlerweile habe ich dafür aber ganz gute Lernstrategien entwickelt. Und gegen 60 Seiten „Fontane“ mit teilweise seitenlangen Monologen in poetischer Sprache aus dem 19. Jahrhundert, kommt so schnell nichts ran. (lacht)

Was hatten Sie erwartet?
Ich stelle allgemein keine großen Erwartungen und lasse die Dinge lieber auf mich zukommen. Überrascht bin ich aber davon, dass ich mich trotz der knappen Zeit, die uns für die einzelnen Szenen zur Verfügung steht, durch die Proben und unsere fantastischen Coaches am Set, auf jeden Drehtag perfekt vorbereitet fühle. In kürzester Zeit habe ich dadurch schon wahnsinnig viel dazugelernt.

Mit wem drehen Sie?
Als Dr. Maja Brünning drehe ich viele Szenen im Krankenhaus zusammen mit meinem Kollegen Philip Höfer (Jörn Schlönvoigt) und dem Chefarzt Dr. Frederic Riefflin (Dieter Bach). John Bachmann (Felix von Jascheroff) habe ich auch schon verarzten dürfen.

Wen und was spielen Sie?
Dr. Maja Brünning ist Ärztin für innere Medizin und arbeitet im Jeremias-Krankenhaus. Sowohl im Job als auch privat ist sie sehr zielstrebig, direkt und unkompliziert. Maja ist eine charmante, mutige und neugierige Frau. Und auch der Humor kommt bei ihr nicht zu kurz.

Was würden Sie Ihrer Rolle raten?
Ich kann Majas Entscheidungen, z.B. ihren Arbeitskollegen Philip Höfer mit der Wahrheit zu konfrontieren und Konsequenzen aus seiner Unehrlichkeit zu ziehen, nur gut heißen. Ich liebe ihre Ehrlichkeit und Direktheit, da sind wir uns sehr ähnlich. Ein ehrliches Miteinander ist die Basis für jegliche Beziehungen. Manchen Menschen kann man eben nur helfen, indem man sie auf ihre Lügen anspricht und sie sich diesen dann zwangsläufig stellen müssen. Maja hält an ihren Moralvorstellungen fest und stellt ihren Verstand vor ihre Gefühle. Weiter so!

Wie kennt man Sie privat?
Das kann mein engeres Umfeld bestimmt am besten beurteilen. (lacht) Ich komme aus dem Herzen Mecklenburgs und bin daher gerne in der Natur. Meine Kraft und Energie ziehe ich vor allem aus der gemeinsamen Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Diese familiären Momente lassen mich immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Dennoch habe ich keine Scheu vor Veränderungen und bin für jede neue berufliche Herausforderung dankbar.

 

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