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Mecklenburg-Vorpommern

17. Oktober 2017 | 22:40 Uhr

Paradiese und Provinznester

vom

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2010 | 02:41 Uhr

Berlin | "Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah." Viele Deutsche, die im eigenen Land Urlaub machen, mögen diese Redewendung als Motto haben. Passend dazu unser ABC der deutschen Urlaubsorte.

A wie Allgäu: Mit Deutschlands südlichster Gemeinde Oberstdorf und sehenswerten Orten wie Bad Hindelang oder Füssen ein Flecken Erde, der jedes Jahr Hunderttausende Touristen begeistert.

B wie Berchtesgaden: Alpenort mit Watzmann-Panorama und dem durch Adolf Hitler weltberühmten Obersalzberg.

C wie Chiemsee: Der Chiemsee, unter anderem mit der Insel Herrenchiemsee, auf der König Ludwig II. einst ein Versailles-Abbild bauen ließ, wird auch "Bayerisches Meer" genannt. Nach dem Bodensee und der Müritz ist er der drittgrößte See Deutschlands.

D wie "Deutschlands Mittelgebirge": Also zum Beispiel der Hunsrück, das Sauerland, der Westerwald, Taunus, Thüringer Wald, das Fichtelgebirge, das Erzgebirge, der Bayerische Wald, der Harz oder die Eifel.

E wie Erlebnisurlaub: Ob der Europapark in Rust, das Phantasialand in Brühl oder aber Tropical Islands in einer mehr als hundert Meter hohen Kuppelhalle im brandenburgischen Krausnick: Freizeitparks boomen und zählen jährlich etwa 25 Millionen Besucher.

F wie Feldberg: Der Feldberg ist der höchste Berg des Schwarzwalds. Baden-Baden gilt indes als "Russen- und Rentner-Paradies". Ansonsten: äußerst guter Leumund bei Gourmets. Hier gibt es in Baiersbronn die höchste Dichte von Michelin-Sternen.

G wie Görlitz: Die östlichste Stadt Deutschlands blieb im Zweiten Weltkrieg fast völlig unzerstört und zeugt mit ihrer beeindruckenden Altstadt davon, wie es vielerorts aussehen könnte.

H wie Helgoland und Hiddensee: Helgoland ist Deutschlands einzige Hochsee-Insel. Hiddensee ist ein autofreies Familienurlaubsziel und kommt sogar in Nina Hagens schrillem Schlager "Du hast den Farbfilm vergessen" vor.

I wie die Insel Rügen: Deutschlands größte Insel liegt vor der pommerschen Ostseeküste. Sie ist bekannt für ihre Seebäder wie Binz und ihre Sandstrände sowie als Inspiration des Malers Caspar David Friedrich.

J wie Juist: Stellvertretend für die Ostfriesischen Inseln, wie beispielsweise Borkum, Norderney, Langeoog, Baltrum oder Wangerooge. Sie sind Sprungbrett für Ausflüge ins Wattenmeer.

K wie Konstanz: Der Bodensee heißt im Französischen "Lac de Constance" (Konstanzer See). Aber auch andere Städte sind sehenswert: Meersburg, Friedrichshafen oder Lindau. Nicht zu vergessen: die berühmte Blumeninsel Mainau.

L wie Lutherstadt Wittenberg: In sieben Jahren ist es 500 Jahre her, dass in Wittenberg Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche anbrachte und damit nach Ansicht vieler Historiker die Moderne begann.

M wie Mittelrheintal und Moseltal: Romantischer als diese beiden Flusstäler im Westen Deutschlands geht es kaum. Es locken Burgen, Schlösser, Weinberge und nicht zuletzt die Loreley am Rhein.

N wie Neuschwanstein: Ein steingewordener Traum. Ludwig II. ließ dieses Schloss auf einem zerklüfteten Felsen hoch über dem Alpsee nahe Füssen bauen. Viele Amerikaner lieben dieses "disneyartige" Schloss mindestens so wie Heidelberg.

O wie Oberammergau: Das oberbayerische Dorf mit gut 5000 Einwohnern ist alle zehn Jahre Schauplatz der berühmtesten Passionsspiele der Welt. Auch 2010 wirken insgesamt etwa 2500 Menschen auf und hinter der Bühne mit.

P wie Pirna: Die Stadt ist bekannt als "Tor zur Sächsischen Schweiz" Die Sächsische Schweiz bietet viele landschaftliche Schönheiten wie den Berg Lilienstein oder die Festung Königstein.

Q wie Quedlinburg und Harz: Quedlinburg ist mit seiner Architektur eine der 33 Unesco-Welterbestätten in Deutschland. Das Mittelgebirge Harz ist mit seinem höchsten Gipfel Brocken (1141 Meter), der auch Blocksberg genannt wird, ein sagenumwobenes Gebiet. In der Walpurgisnacht tanzen hier angeblich Hexen.

R wie Romantische Straße: Wichtige Zwischenstationen in historischer Hinsicht sind Würzburg, Rothenburg ob der Tauber, Donauwörth, Augsburg, Friedberg und Landsberg am Lech. Städte, die fast zu romantisch schön sind, um wahr zu sein.

S wie Seenplatte: Die Mecklenburgische Seenplatte gehört zu den aufstrebenden Tourismusgebieten der Republik. Gewässer wie die Müritz, Wälder, Felder und viele Schlösser prägen die Landschaft. Geheimtipp für hungrige Reisende: Der Super-Backfisch im "Fischerhaus" in Plau am See.

T wie Timmendorfer Strand: Der Ort ist so etwas Ähnliches wie Saint Tropez, nur eben an der Ostsee. Die besten Tage scheinen vorbei, auch wenn es immer noch schön ist.

U wie Usedom: Wurde in den 1920er Jahren gerne als "Badewanne Berlins" bezeichnet und versucht heute, wieder Anschluss an seine glorreiche Vergangenheit zu finden.

V wie Vulkaneifel: Vulkane scheinen weit weg zu sein, etwa in Island, doch es gibt sie auch in Deutschland. In dieser Region, in Rheinland-Pfalz, kann man Zeugnisse davon bestaunen.

W wie Weimar: Hier wohnten und wirkten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, hier starb Friedrich Nietzsche. Kein Wunder, dass mancher Spötter diese Stadt als "Disneyland für Deutschlehrer" bezeichnet.

X wie Xanten: Die einzige mit "X" beginnende Stadt Deutschlands. Einen Umweg wert wegen des Freilichtmuseums Archäologischer Park Xanten, in dem echte und rekonstruierte Bauten aus der Römerzeit zu bestaunen sind. War mal eine der größten Städte des Römischen Reichs nördlich der Alpen.

Y wie das Y in Sylt: Für die feine Gesellschaft ist Sylt mit seinen schicken Stränden und edlen Läden der perfekte Zweitwohnsitz.

Z wie Zugspitze: Deutsch lands höchster Gipfel (2962 Meter) thront über Garmisch-Partenkirchen und Grainau. Oben befindet sich Deutschlands einziger Gletscher.

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