Stadtmarketing MV : Zusatznamen für Orte eher Ausnahme

Schliemanngemeinde Ankershagen ist eine von 36 Städten in MV, die mit ihrem Zusatznamen auf eine Besonderheit ihrer Gemeinde aufmerksam machen.

Schliemanngemeinde Ankershagen ist eine von 36 Städten in MV, die mit ihrem Zusatznamen auf eine Besonderheit ihrer Gemeinde aufmerksam machen.

Vor allem Badeorte machen gern auf ihren Erholungscharakter aufmerksam

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18. Januar 2016, 12:00 Uhr

Barlachstadt Güstrow, Schliemanngemeinde Ankershagen, Universitäts- und Hansestadt Greifswald: Mit Zusatznamen können Kommunen auf Besonderheiten aufmerksam machen und so gezielt Besucher anlocken. In Mecklenburg-Vorpommern machen allerdings derzeit nur wenige Orte davon Gebrauch: Von den 755 selbstständigen Städten und Gemeinden im Land tragen nach Auskunft des Innenministeriums gerade einmal 36 einen Zusatznamen. Das Gros von ihnen – 27 Kommunen – sind vom Sozialministerium im Einvernehmen mit dem Wirtschaftsministerium als Kur- und Erholungsorte anerkannt worden und haben sich diese Bezeichnung anschließend durch das Innenministerium als entsprechende kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung – so die offizielle Bezeichnung für Zusatznamen – verleihen lassen. Die Ostseeheilbäder Graal-Müritz und Zingst, die Ostseebäder Ahrenshoop und Prerow oder die Seebäder Lubmin und Insel Hiddensee sind Beispiele dafür.

„Eine kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung stellt ein eigenständiges Element neben dem Gemeindenamen dar. Sie trifft eine Aussage über den Status, die Eigenart oder Funktion der betreffenden Gemeinde in aktueller oder historischer Hinsicht“, so Marion Schlender, die Sprecherin des Innenministeriums.

Die bislang letzten entsprechenden Anträge seien 2013 vom Ministerium genehmigt worden: Im Januar jenes Jahres ist der Stadt Neustrelitz die Bezeichnung „Residenzstadt“ verliehen worden. Und der vorpommerchen Stadt Ueckermünde wurde am 5. November 2013 die Bezeichnung „Seebad“ verliehen. Bereits im Februar war dieser Status durch das Sozialministerium staatlich anerkannt worden. Neue Anträge auf Zusatznamen seien seither nicht eingegangen, so Schlender.

Die meisten Kommunen, die Zusatznamen auf Basis der Kommunalverfassung tragen, finden sich in den Küsten-Landkreisen Vorpommern-Rügen (zwölf) und Vorpommern-Greifswald (elf), die wenigsten in Nordwestmecklenburg (zwei). Hier war im Jahr 2013 der Antrag der Stadt Klütz abgelehnt worden, sich Schlossstadt nennen zu dürfen.

Eine besondere Konzentration ausgefallener Zusatznamen gibt es in der Mecklenburgischen Seenplatte. Hier finden sich neben der Schliemanngemeinde Ankershagen und der Residenzstadt Neustrelitz auch die Inselstadt Malchow, die Peenestadt Neukalen, die Reuterstadt Stavenhagen und die Windmühlenstadt Woldegk.

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