Gesundheit : Zahl der Organspender geht zurück

Wird das Durchschnittsalter der Menschen in MV zu einem Problem bei Organspenden?
Wird das Durchschnittsalter der Menschen in MV zu einem Problem bei Organspenden?

Die Zahl der Organspender ist im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern im Gegensatz zum Bundestrend gesunken.

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15. Januar 2016, 21:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt spendeten 31 Menschen Organe. Ein Jahr zuvor waren es 41, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantationen (DSO) gestern mit. Auch in Hamburg sank die Zahl der Organspender von 45 (2014) auf 27 im vergangenen Jahr. Bundesweit gab es einen gegenläufigen Trend: Gab es 2014 noch 864 Spender, waren es im vergangenen Jahr 877 Spender. Dies ist ein Plus von 1,5 Prozent.

Auch die Zahl der gespendeten Organe wie beispielsweise Nieren, Lebern und Herzen nahm in den beiden Nord-Ländern ab. In Hamburg wurden 2014 noch 173 Organe gespendet, im vergangenen Jahr waren es 100. In Mecklenburg-Vorpommern sank die Zahl laut DSO von 119 auf 108.

Hier lag der Norden im Bundestrend: 2014 gab es 2989 gespendete Organe, 2015 waren es 2900.

Eine mögliche Erklärung für den Rückgang der Zahl der gespendeten Organe sieht die DSO mit Sitz in Frankfurt am Main im zunehmenden Durchschnittsalter der Spender. Da es für die Organspende keine Altersbegrenzung gibt, mit zunehmendem Alter jedoch die Wahrscheinlichkeit von Begleiterkrankungen zunimmt, sind insbesondere bei älteren Spendern häufig weniger Organe für eine Transplantation geeignet.

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