Gesundheit : Zahl der Blutspender sinkt dramatisch

Im Blutspende-Zentrum der Uni Greifswald
Im Blutspende-Zentrum der Uni Greifswald

Genügend Blutspender zu finden, ist im Sommer stets schwer. Doch den Blutspendediensten im Land macht der langfristige Trend noch größere Sorgen: Jahr für Jahr gibt es weniger Spenden.

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18. August 2015, 06:00 Uhr

Wenn Andreas Greinacher, Leiter der Transfusionsmedizin am Uniklinikum Greifswald, in den Blutspendesaal seiner Abteilung geht, kann er aktuell eigentlich ganz zufrieden sein: Tag für Tag kommen Dutzende Spender, es herrscht reger Betrieb.

Doch der Schein trügt, sagt Greinacher: „Im Sommer ist es immer besonders schwer, genügend Spender zu finden. In der Ferienzeit kommen viele regelmäßige Spender nicht und sind viele Urlauber im Land. Dadurch steigt der Bedarf an Bluttransfusionen – etwa nach Unfällen – deutlich.“

Gleichwohl: Den totalen Notstand mussten in diesem Sommer bislang weder Greinacher noch seine Kollegen der insgesamt vier Blutspende-Dienste im Land ausrufen. „Wir rufen zwar nach wie vor jeden, der Zeit hat und gesund ist, dringend zur Blutspende auf“, sagt Greinacher. „Aber das ist eigentlich immer so.“

Viel größere Sorgen als die aktuelle Lage macht den Blutspendediensten im Land die langfristige Entwicklung. Greinacher führt seit Jahren Statistik – und der Trend zeigt nach unten. Seit 2008 hat sich die Zahl der Spenden um rund ein Viertel reduziert, von rund 136 000 auf 102 000 im vergangenen Jahr. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Neuspender sogar um rund 60 Prozent gesunken, auf nur noch rund 9000 im vorigen Jahr.

Ursache für den Rückgang ist aus Greinachers Sicht die demografische Entwicklung.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der SVZ vom 18. August und im ePaper.

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