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Kurioses 2011 : Was war da los, Kanzlerin?

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Über den Besuch Merkels bei den Pinguinen, über einen Elch in MV und ein Nilpferd am Straßenrand. Die Kuriositäten von der Küste im Jahr 2011 im Überblick.

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erstellt am 30.Dez.2011 | 10:04 Uhr

Elch, Lama, Stachelschwein, Nilpferd: Autofahrer, die 2011 auf Straßen in MV unterwegs waren, wähnten sich bei der unverhofften Begegnung mit solch exotischen Tieren plötzlich fern der Heimat. So erhielt die Greifswalder Polizei Anfang Oktober Elch-Notrufe. Das riesige Tier war mehrfach an der A20 sowie auf Usedom gesichtet worden, verschwand dann aber wieder - vermutlich nach Polen. In Schwerin stand kurz darauf plötzlich ein Nilpferd am Straßenrand. Wie sich herausstellte, war das Tier aus einem Zirkus ausgebrochen und konnte wenig später wieder eingefangen werden.

Drei Stachelschweine aus dem Neustrelitzer Tierpark hatten im Februar Reißaus genommen, konnten sich aber auch nur kurz ihrer Freiheit erfreuen. Einen Monat später hatten es die Neustrelitzer mit Lama "Lotte" zu tun. Das Anden-Tier wurde sogar mit einem Hubschrauber der Bundespolizei gesucht - und gefunden. Im September dann hatte Nordwestmecklenburg seine Kuh "Yvonne". Das trächtige Tier war - wie die legendäre Ausreißer-Kuh aus Bayern - ausgerückt und hatte sich einen Monat lang versteckt.

Tiere bringen Sympathiepunkte, dachte sich wohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und übernahm medienwirksam im Mai in ihrem Wahlkreis Rügen/Stralsund die Patenschaft für die Humboldt-Pinguin-Dame Alexandra. Wie das Ozeaneum versichert, ist Alexandra "mopsfidel und einer der agilsten Pinguine". Mit dem Albino-Känguru, das mit "weißer Weste" im Marlower Vogelpark im April geboren wurde, hat sich noch kein ranghoher Politiker ablichten lassen. Das Känguru hieß zuerst "Albert", doch als man genauer hinsah, wurde der Name in "Alberta" korrigiert.

Ob Zauberkünstler Felix Jenzowski jemals mit seinem Trick im Zirkus auftreten wird, ist nicht bekannt. Er war im Februar "blind" 1,5 Kilometer durch Neubrandenburg gefahren. "Ein Stunt-Versuch", wie er beteuerte - zum Glück ohne Folgen.

Ein Sänger-Weltrekord wurde auch aufgestellt. Im Plauer See standen im Juli 593 Menschen im Wasser und schmetterten die Landeshymnen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Rekordverdächtig war auch das Playmobil-Krankenhaus, das in der Rostocker Uni-Klinik aufgebaut wurde, um am Modell Schülern und Studenten Klinik-Abläufe zu demonstrieren.

Peinlich war das Jahr für einen Politiker der Stralsunder Linken, der nach einer Fraktionssitzung mit Klopapier im Rucksack und in der Hand erwischt worden war. Gegen den 24-Jährigen wurde ermittelt, weil er insgesamt 200 Klopapierrollen aus dem Rathaus geklaut haben soll.

"Ich bin wieder drin", stellte Agrarminister Till Backhaus (SPD) fest und meinte damit nicht, dass er nach der Landtagswahl im September als dienstältester deutscher Landesminister erneut im Kabinett sitzt. Backhaus war wieder in den Anglerverein Boizenburg aufgenommen worden, der ihn wegen eines Streits um Aal-Fangverbote verbannt hatte.

"Sportliche" Höchstleistungen riefen die Polizei in Stralsund auf den Plan. Wegen lauter Schreie hatte eine besorgte Anwohnerin die Ordnungshüter im September zu einem Hotel gerufen. Wie sich herausstellte, hatten sich eine 47-jährige Frau und ein 50-jähriger Mann aber nur intensiv ihrem Liebesspiel hingegeben. Ungewöhnlich war auch ein Feuerwehreinsatz in Neubrandenburg im August. Ein betrunkener Mann hatte sich ausgesperrt und wollte in seine Wohnung im 14. Stock zurück. Der 23-jährige nahm wie ein Profi-Kletterer den Weg über die Außenfassaden, irrte sich jedoch in der Wohnung und landete entkräftet auf dem Balkon des Nachbarn.

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