Nach Hubschrauberabsturz : Ursachensuche geht weiter

Der abgestürzte Rettungshubschrauber wird im Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock-Warnemünde von Experten untersucht.
Der abgestürzte Rettungshubschrauber wird im Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock-Warnemünde von Experten untersucht.

Der überlebende Co-Pilot ist aus Krankenhaus entlassen worden.

svz.de von
03. März 2014, 21:08 Uhr

Drei Tage nach dem tödlichen Hubschrauberabsturz über der Ostsee haben die Behörden gestern ihre Ermittlungen zur Unfallursache fortgesetzt. Die Leiche des 53-jährigen Piloten wurde zur Obduktion in die Rechtsmedizin Greifswald gebracht, wie die Polizei mitteilte. Ergebnisse der Sektion aber würden frühestens Mitte der Woche erwartet, erklärte ein Sprecher. Laut Staatsanwaltschaft kann die Untersuchung Hinweise darauf geben, ob der Pilot etwa gesundheitliche Probleme hatte.

Der Hubschrauber der DRF-Luftrettung war am Freitagabend bei einem Trainingsflug rund zwei Seemeilen nordöstlich des Darßer Ortes abgestürzt. Neben dem 53-jährigen Piloten aus Bayern kamen ein 47-jähriger Notarzt aus Mecklenburg-Vorpommern und ein 45-jähriger Rettungsassistent aus Sachsen ums Leben.

Einziger Überlebender ist der 47 Jahre alte Co-Pilot aus Rheinland-Pfalz. Er sei inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden, befinde sich aber weiter in psychologischer Betreuung, hieß es. Die Ermittler erhoffen sich von seinen Aussagen weitere Aufklärung der Absturzursache. Allerdings sei damit ebenfalls frühestens Mittwoch zu rechnen, sagte Polizeisprecher Andreas Scholz.

Nach dem Absturz hatten die Ermittlungsbehörden ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt eingeleitet. Bislang sei nichts als Unfallursache auszuschließen – weder ein technischer Defekt, noch menschliche Ursachen, hieß es.

Unterdessen haben Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mit der Untersuchung des Wracks begonnen. Der verunglückte Helikopter war am Sonntag nach Rostock-Warnemünde gebracht worden.

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