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D-Mark und DDR-Mark : Unterschiedliche Geschwister

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Geboren in Währungsreformen im Sommer 1948, waren die D-Mark und die Mark der DDR quasi Geschwister der deutschen Nachkriegswirren – allerdings zwei, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Geboren in Währungsreformen im Sommer 1948, waren die D-Mark und die Mark der DDR quasi Geschwister der deutschen Nachkriegswirren – allerdings zwei, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier das „harte“ Westgeld, das sich in der weltwirtschaftlichen Konkurrenz bald bewährte und an internationalen Devisenmärkten immer begehrter wurde. Dort eine reine „Binnenwährung“, die erst ebenfalls DM abgekürzt wurde (Deutsche Mark der Deutschen Notenbank) und von 1968 bis zum Schluss Mark der Deutschen Demokratischen Republik (M) hieß. Richtiges Geld war das allerdings nicht, eher eine Recheneinheit. Die DDR-Mark durfte die Heimat weder verlassen noch eingeführt werden. Und sie konnte auch nicht einfach bei der Bank in Dollar, Pfund oder D-Mark getauscht werden. Den DDR-Bürgern fehlte damit der Zugang zum Westgeld. Da die DDR-Mark nicht frei am Markt gehandelt wurde, gab es zuvor lediglich einen schwarzen Markt, auf dem mal 7, mal 8, zum Teil auch 14 DDR-Mark für eine D-Mark zu zahlen waren. Und Westbürger, die in die DDR reisten, waren bis Ende 1989 gezwungen, bei der Einreise Ostmark zum Kurs von 1:1 tauschen – zum selben Verhältnis also, zu dem die DDR-Mark bei der Währungsunion am 1. Juli 1990 faktisch auf D-Mark umgestellt wurde.

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