Sommer in MV : Unser Hitzetipp: PLATSCH!

Familie Rauche macht vor, wie man mit der Hitze am besten umgeht.
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Familie Rauche macht vor, wie man mit der Hitze am besten umgeht.

Temperaturen um die 30 Grad Celsius: Der Hochsommer hat Mecklenburg-Vorpommern fest im Griff. Das verspricht Spaß - aber nicht nur.

svz.de von
04. Juli 2015, 07:30 Uhr

Da hält man es nur noch im Wasser aus: Mit Temperaturen bis zu 36 Grad in Elbenähe und an der Grenze zu Brandenburg wird heute in Mecklenburg-Vorpommern der bislang heißeste Tag dieses Jahres erwartet. In der Nacht zu morgen sollen dann Regenschauer, Gewitter und Sturmböen über das Land gehen. Heiß bleibt es trotzdem: Der Deutsche Wetterdienst kündigt auch für den Sonntag 30 bis 35 Grad an, ehe es ab Nachmittag wieder gewittert.

Urlauberansturm:
Touristiker sehen dem heißen Wochenende mit Freude entgegen. Sie erwarten Hunderttausende Besucher. Der Branche stehe ein intensives und arbeitsreiches Wochenende bevor, sagte der Sprecher des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Die Nachfrage nach freien Betten sei enorm, aber noch gebe es Kapazitäten.

Volle Strände:
Vor allem an den Stränden wird es voll werden. Die Rettungsschwimmer bereiten sich auf den ersten großen Ansturm von Badegästen vor. Alle Haupttürme und die wichtigsten Nebentürme seien besetzt, sagte DLRG-Einsatzleiterin Mai Bartsch. Zusätzliche Unterstützung komme von den Ortsgruppen des Landesverbandes, die für Wochenendeinsätze Rettungsschwimmer an die Küsten schicken. „Niemand muss in einem unbewachten Strandbereich baden gehen“, sagte Bartsch. „Auch wenn vereinzelt einige Nebentürme nicht besetzt sein könnten.“

Kühles Bad mit Vernunft:
Das Sozialministerium verweist darauf, dass gerade bei hohen Temperaturen ein kühles Bad auch gefährlich sein kann. Wer überhitzt ins Wasser steigt, riskiert seine Gesundheit. Vor allem Ältere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten sich vor dem Baden genügend abkühlen. Grundsätzlich empfehle es sich, bei der großen Hitze auf Alkohol verzichten. Alkohol und Badespaß schließen sich aus.

Die derzeitige Wetterlage führe an vielen Küsten zu gefährlichen Unterströmungen, warnt das Ministerium weiter. Was vom Strand aus nicht sichtbar sei, könne auch gute Schwimmer in erhebliche, lebensbedrohliche Probleme bringen.

Waldbrandgefahr:
Das Landwirtschaftsministerium warnt angesichts der hochsommerlichen Hitze vor Waldbrandgefahr. Besonders gefährdet sind die Kiefernwälder im Süden und Südwesten des Landes. „Die Waldbrandgefahrensituation wird sich auch über das bevorstehende Wochenende hinaus noch weiter verschärfen“, erklärte Landwirtschafsminister Till Backhaus (SPD). Die Menschen sollten daher vorsichtig sein und Brände sofort melden. Man dürfe etwa kein Feuer im Wald entzünden oder glimmende Zigaretten aus dem Auto werfen.

In diesem Jahr kam es nach Angaben des Ministeriums schon zu 15 Waldbränden – eine Fläche von 5,75 Hektar wurde dabei beschädigt. Gestern kam ein weiterer hinzu, als ein etwa ein Hektar großes Waldstück nahe Demen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) abbrannte. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Straßenschäden:
Auf den Autobahnen Mecklenburg-Vorpommerns wurden bislang bei regelmäßigen Streckenkontrollen noch keine hitzebedingten Schäden festgestellt. Im Vorjahr hatte es vor allem auf der A 20 immer wieder entsprechende Probleme gegeben. In Bergen musste gestern eine Straße komplett gesperrt werden, weil die Asphaltdecke hitzebedingte Schäden aufwies.

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