zur Navigation springen

Sommerserie : Torte mit Aussicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Konditorei Valentin bietet Köstlichkeiten aus einheimischen Zutaten an

von
erstellt am 12.Sep.2014 | 11:50 Uhr

Vom Leuchtturm ist das Meer zu sehen. Das ist nichts Besonderes? Stimmt. Aber dieser hier in Bastorf bei Kühlungsborn steht nicht am Wasser, sondern mitten in einem Feld. Er selbst ragt nicht besonders hoch, nur gut 20 Meter. Aber er liegt besonders hoch, fast 80 Meter über dem Meeresspiegel und damit am höchsten von allen Leuchttürmen an den deutschen Küsten. Seit mehr als 130 Jahren warnt sein Leuchtfeuer die Schiffe vor einer Sandbank in der Wismar-Bucht, es ist noch 25 Seemeilen vor der Küste zu erkennen. Umgekehrt kann man von oben bei klarem Wetter bis zur Insel Fehmarn schauen.

Wer sich auf den Weg zu diesem besonderen Bau macht, kommt auf schmalen Wegen durch die Felder. Nach Spaziergang oder Radtour haben sich die Besucher eine kleine Kalorien-Spritze verdient. Im Café von Frank Valentin, direkt am Fuß des Leuchtturms, gibt es Genussmittel der Extra-Klasse, hergestellt aus weitgehend einheimischen Zutaten: Torten mit verlockenden Namen wie Schoko-Birne, Mohn-Marzipan und immer wieder Sanddorn in verschiedenen Variationen. Aus den Vitaminbomben fertigt Valentin auch Säfte, Shakes oder Grog. Und natürlich Eis – hergestellt wenige hundert Meter entfernt in seiner eigenen Produktionsstätte unten in Bastorf. Seine Lieferanten von Zutaten, Lebensmitteln oder Getränken für das Café sind in der Umgebung ansässig, der Wein kommt aus der Saale-Unstrut-Region.

„Uns ist dieser regionale Verbund wichtig“, sagt Valentin. „Und so sind wir mit unseren Angeboten nicht austauschbar.“

Frank Valentin kam vor mehr als zehn Jahren hierher. Der gebürtige Berliner ist von Beruf Stahlbauschlosser – und Koch. Auch ein Studium der Betriebswirtschaft findet sich in seinem Lebenslauf. Irgendwann fanden Valentins sich in einer Konditorei und Bäckerei nahe Kühlungsborn wieder – zunächst noch mit einem Geschäftspartner, später allein. Dann bot sich die Chance, oben am Leuchtturm ein Café zu errichten.

„Während der Planungsphase stellte sich heraus, dass wir Torten und Eis selbst herstellen müssen“, blickt Valentin zurück. „Also entstand direkt im Dorf noch eine Produktion. Dafür bekamen wir von der Gemeinde das alte Feuerwehrgebäude. 2007 ging´s los.“

Seine Frau leitet das Café am Leuchtturm, das ganzjährig geöffnet ist. Hier oben stehen Suppen und kleine Speisen auf der Karte, aber in erster Linie süße Verführungen. „Ich habe bei italienischen Meistern gelernt, wie man Eis herstellt. Und dann habe ich angefangen auszuprobieren, was zusammen schmeckt“, sagt der Chef. Im Sommer produziert er bis zu 300 Liter pro Tag – rein handwerklich und deshalb mit Industrieprodukten nicht zu vergleichen, meint der 53-Jährige und weiß, dass die Kunden das merken. Er liefert auch an Hotels oder Cafés in der Umgebung oder stellt Torten für private Anlässe her. „Aber manche Sorten gibt es auch nur bei uns im Café“, schmunzelt der Unternehmer. „Wir möchten ja, dass die Leute zu uns kommen.“ www.valentins-cafe.de
 

.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen