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Bützow : Tierfreunde: Wer ist denn bitte so grausam?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bützowerinnen finden kleine Katzenwaisenkinder im Wald beim Vierburgweg. Zwei haben bereits ein liebevolles Zuhause gefunden.

Bei einem Spaziergang am Wochenende haben Doris und Ramona Warkentin aus Bützow im Vierburgwald bei Bützow einen erschreckenden Fund gemacht. Zunächst hörten sie nur lautes, klägliches Miauen, das aus dem Dickicht kam. Und dann sahen sie es. Ein erst vier oder fünf Wochen altes Katzenbaby hatte sich in einem Zaun verfangen. Mit viel Mühe versuchten beide Frauen, das Kätzchen aus dem Dickicht zu befreien. Völlig erschöpft konnten zunächst zwei Katzen aus dem Wald gerettet werden.

Durch einen Biss wurde Ramona Warkentin dabei aber so schwer an der Hand verletzt, dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben musste. „Ein Katzenbiss ist nicht ungefährlich, ich musste in die Notaufnahme“, erzählt die junge Bützowerin.

Doch diese Strapazen hat sie in Kauf genommen. Und alles, um die zwei Katzenbabys zu retten. Das hat auch geklappt. Eine Pflegemutter für die beiden kleinen Kätzchen wurde gefunden. „Das besonders Traurige und Schockierende ist aber doch, dass die Katzenkinder zu hundertprozentiger Sicherheit im Wald ausgesetzt wurden. So etwas kann man doch nicht tun, die kleinen Katzenjungen haben gar keine Überlebenschance, so allein ohne Mutter“, betont Ramona Warkentin und ist wütend sowie traurig zugleich.

Am selben Tag fuhren sie und ihre Mutter nochmal an die gleiche Stelle in den Wald und fanden weitere vier ausgesetzte Katzen, die sie ebenfalls mit Lockfutter und viel Mühe aus dem Dickicht befreien konnten. Mit einem Fläschchen wurde eines der Kätzchen versorgt und wird weiterleben können.

,,Wir nehmen an, dass sich dort noch mehr junge Katzen verkrochen haben“, sagt Ramona Warkentin. Erschreckend ist, dass in diesem Waldstück des Öfteren junge Tiere ausgesetzt werden. „Was geht in den Menschen vor, die so etwas tun“, fragt sich Ramona Warkentin. Denn selbst Hundewelpen werden in Käfigen einfach irgendwo abgestellt. „Erst vor wenigen Tagen wurden drei kleine Hundewelpen vor einem Bützower Supermarkt abgestellt. Doch das sind Lebewesen, die kann man nicht wie ein Blatt achtlos fallen lassen“, erzählen die Tierschützerinnen und ärgern sich sehr.

An alle Tierliebhaber, die es noch gibt und jene, die ein Herz für Tiere haben, möchten die beiden Tierschützerinnen eine klare Botschaft senden: „Tiere bitte kastrieren lassen und helfen, wo und wie immer es geht!“

Ramona und Doris Warkentin aus Bützow hoffen, dass den Menschen ein wenig die Augen geöffnet werden, wie beide betonen. Den Frauen ist klar, dass sich die Besitzer der Katzen nicht so schnell ermitteln lassen, aber sie hoffen inständig: „Diese Leute sollten wenigstens jetzt ein schlechtes Gewissen haben, denn wer sich Tiere anschafft, der ist für sie verantwortlich!“

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