Rekord: 130 000 Karten für die Festspiele in Ralswiek verkauft : Störtebeker geht schon in Stellung

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Der legendäre Templerschatz: Störtebeker soll ihn in Schottland finden. Mit dem diesjährigen Stück auf der Naturbühne Ralswiek endet eine wirtschaftlich erfolgreiche Trilogie um die Suche nach Gold, Macht und Liebe.

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24. Februar 2011, 08:23 Uhr

Ralswiek | Der legendäre Templerschatz: Indiana Jones jagte ihm nach. Jetzt soll ihn Störtebeker in Schottland finden. Mit dem diesjährigen Stück auf der Naturbühne Ralswiek endet eine wirtschaftlich erfolgreiche Trilogie um die Suche nach Gold, Macht und Liebe. Geheime Falltüren, brennendes Wasser, sich spaltende Felsen, mysteriöse Rätsel - und am Ende wieder nur ein neuer Hinweis. Störtebeker war im Gegensatz zu seinem Leinwand-Pendant Indiana Jones der Erfolg bei der Jagd nach dem Templerschatz bisher nicht vergönnt. Doch in diesem Jahr soll es endlich klappen: Der letzte Teil der Templer-Trilogie führt den Freibeuter auf der Naturbühne Ralswiek (Insel Rügen) vom 18. Juni an nach Schottland, wo er nicht nur auf den Goldschatz stößt, sondern auch seine Liebe findet. "Es wird ein Stück mit einem großen Happy End", sagte Festspiel-Intendant Peter Hick.

Störtebekers Hatz nach dem legendären Schatz stößt bereits vier Monate vor Festspielstart auf großes Besucherinteresse. Bisher seien knapp 130 000 Karten für die 19. Festspiel-Auflage verkauft oder fest reserviert. Das entspreche einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte Hick. Die clever entlehnte Freiluft-Piraten-Adaption des Hollywood-Klassikers unter der Regie von Holger Mahlich trifft den Nerv des Publikums: Mit dem ersten Teil der Templerschatz-Trilogie erzielten die Festspiele mit 396 000 Besuchern im Jahr 2009 ihr bestes Ergebnis seit Gründung. Der zweite Teil zog mit 381 000 Gästen kaum weniger Interesse auf sich. Vor dem dritten Teil versucht Hick nun allzu hohe Erwartungen zu dämpfen. Von dem seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend bei den Vorbuchungen könne man nicht zwangsläufig auf steigende Besucherzahlen schließen, sagte er. "Die Störtebeker-Fans wollen sich mit den frühen Ticketkäufen lediglich die besten Plätze sichern."

Auf der 8800 Gäste fassenden Zuschauertribüne wurde in den vergangenen Monaten die Bestuhlung komplett ersetzt. Der Steg, an die Koggen anlegen werden, soll erneuert werden. Die Investitionen betragen laut Festspielleitung rund eine Million Euro. Beim Ensemble setzt Hick auf das bewährte Team: Sascha Gluth übernimmt die Rolle des Piratenhelden. Dietmar Lahaine und Robert Glatzeder spielen Störtebekers Gefährten Goedeke Michels und Thomasius. Wolfgang Lippert singt erneut die Balladen. Ingrid van Bergen, Grande Dame mit markanter Stimme, ist in diesem Jahr nicht dabei. "Wir hatten keine Rolle", sagte Hick.

Der Erfolg der Störtebeker-Festspiele beruht auf der Mischung von Fakten und Fiktion. "Wir haben das Glück, mit Störtebeker eine interessante historische Figur und belegbare Fakten zu haben, um die man immer wieder spannende Geschichten stricken kann", erklärte Hick. Vor seiner Hinrichtung im Jahr 1401 in Hamburg soll Störtebeker den Ratsherren eine armdicke Kette aus Gold für seine Freilassung angeboten haben. Mit dem diesjährigem Störtebeker-Stück wird dem Festspiel-Zuschauer eine Antwort angeboten, woher der Haudegen dieses Gold haben könnte: Aus schottischen Burgen, in denen Wächter den Templerschatz hüteten.


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