Noch immer Vermisste nach Schlammlawine

Einsatzkräfte versuchen, ein Pferd zu bergen.
Einsatzkräfte versuchen, ein Pferd zu bergen.

svz.de von
08. November 2015, 13:11 Uhr

Nach einer Schlammlawine im Süden von Brasilien werden noch immer mehr als zwei Dutzend Menschen vermisst. Das Unglück geschah durch einen Deichbruch in einem Eisenerz-Bergwerk. Von 13 Angestellten des Unternehmens und 15 Anwohnern fehle noch jede Spur, teilte die Verwaltung der Kreisstadt Mariana am Samstag mit. Mit einer Drohne solle nun nach den Vermissten gesucht werden.

Die Schlammlawine hatte bereits am Donnerstag die Ortschaft Bento Rodrigues, 250 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, überrollt. Mindestens zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Die Schlammwelle aus dem Klärbecken zerstörte die Ortschaft weitgehend.

Rund 500 der 600 Einwohner wurden in Notunterkünften untergebracht und auf mögliche Gesundheitsschäden untersucht. Das Bergbau-Unternehmen Samarco erklärte, der Schlamm enthalte keinerlei giftige Chemikalien.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung über die Ursachen des Unglücks ein. Samarco, nach eigenen Angaben die zehntgrößte Exportfirma Brasiliens, gehört zu gleichen Teilen dem brasilianischen Konzern Vale und dem australischen Unternehmen BHP Billiton.

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