Tierschutz : Naturschützer sorgen sich um Adebar

Die Störche, die über Ägypten und die Türkei in ihre Brutgebiete fliegen, kehrten dieses Jahr später zurück als üblich.
Die Störche, die über Ägypten und die Türkei in ihre Brutgebiete fliegen, kehrten dieses Jahr später zurück als üblich.

Die Weißstörche hierzulande hatten 2015 eine schlechte Saison. Jedes dritte Brutpaar blieb ohne Nachwuchs.

von
10. November 2015, 12:00 Uhr

Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in dieser Saison deutlich schlechter vermehrt als in den Vorjahren. Nach Ansicht von Naturschützern gilt 2015 als Störungsjahr für die Störche. „Wir verzeichnen also einen dramatischen Bestandsrückgang“, erklärte Helmut Eggers von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz gestern in Lübtheen. Nur 800 Nester seien besetzt gewesen, 64 weniger als 2014. Jedes dritte Brutpaar blieb ohne Nachwuchs.

2015 wurden im Land 1216 Jungtiere aufgezogen, das waren 318 weniger als im Vorjahr und nur die Hälfte der Zahl von 2004. Mit durchschnittlich nur 1,5 Jungen pro Nest sei dieses Jahr die Reproduktion des Bestandes nicht mehr gesichert, erklärte Eggers.

Ein Grund für das schlechte Brutergebnis war die späte Rückkehr vieler Weißstörche aus den Überwinterungsgebieten in Afrika wegen ungünstiger Witterungsbedingungen auf der südöstlichen Zugroute über den Bosporus. Etliche Störche trafen erst im Mai oder Juni in MV ein und fanden sich dann nicht mehr zu Brutpaaren zusammen. Langfristig sei das Verschwinden artenreicher Grünlandflächen für den Rückgang verantwortlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen