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Lotto-Gewinner ausgenommen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor Gericht in Neubrandenburg wird eine bizarre Betrugsgeschichte verhandelt

Zwei Jahre lang war eine 59-Jährige 2010 wegen einer drohenden Haftstrafe untergetaucht. Fast ein Jahr nach ihrer Enttarnung muss sich die mutmaßliche Betrügerin nun am 27. Januar vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten. Der Beschuldigten wird gewerbsmäßiger Betrug in 27 Fällen vorgeworfen, wie ein Sprecher des Landgerichtes sagte. Nachdem die 59-Jährige untergetaucht war, soll sie trotzdem mehrfach einen Lottogewinner aus Vorpommern getroffen und ihn um mehr als 250 000 Euro erleichtert haben. Die Frau war im Februar 2013 von Zielfahndern des Landeskriminalamtes bei Barth aufgespürt worden. Sie wohnte unter falschem Namen in einer Ferienwohnung.

Die Beschuldigte habe sich als Anlageberaterin ausgegeben und das Vertrauen des Lottogewinners aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald sowie eines weiteres Ehepaares erschlichen, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Der Gesamtschaden soll bei rund 284 000 Euro liegen. Wo das Geld geblieben ist, ist bis heute unklar. Vermutet wird aber, dass vieles verbraucht wurde, um beispielsweise Zimmer oder Autos anzumieten.

Die Tatverdächtige ist laut Staatsanwaltschaft keine Unbekannte. Sie sei schon 2009 in Ribnitz-Damgarten wegen Betrugs zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, war aber bei Haftantritt verschwunden. Trotzdem lernte sie den 53-jährigen Lottogewinner kennen. Ausgangspunkt für die Bekanntschaft soll ein Medienbericht gewesen ein. Der vertrauensselige Mann soll insgesamt etwa ein Drittel seines Gewinns eingebüßt haben. Er hatte der Frau bei regelmäßigen Treffen 25-mal Geld gegeben, damit sie es gewinnbringend anlege. Im April 2012 erstattete der Mann Anzeige. Für den Prozess ist nur ein Verhandlungstag geplant. Einer der Zeugen ist der Lottogewinner. Die Beschuldigte muss im Fall einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

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erstellt am 07.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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