Tödlicher Unfall A19 : Lkw-Fahrer wohl abgelenkt - Frau weiter in Lebensgefahr

Tote und Schwerstverletzte forderte dieser schwere Unfall auf der A19 bei Malchow. Foto: Ebel
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Tote und Schwerstverletzte forderte dieser schwere Unfall auf der A19 bei Malchow. Foto: Ebel

Wieder ein schwerer Unfall am A19-Nadelöhr Petersdorfer Brücke. Ein Toter, 19 Verletzte, Vollsperrung Richtung Rostock

svz.de von
30. September 2017, 12:35 Uhr

Samstagmittag ereignete sich auf der A19, aus Berlin kommend kurz vor der Petersdorfer Brücke, ein tragischer Unfall. Aus Unaufmerksamkeit raste der 34-jährige Fahrer eines  slowenischen, mit Metallrohren beladenen Lkws  aus Berlin kommend ins Ende eines Staus. Dieser hatte sich kurz vor der Petersdorfer Brücke gebildet.  Fast täglich kommt es hier zu stockendem Verkehr oder Stau an der maroden Autobahnbrücke, da aufgrund von Sanierungsarbeiten nur eine  Fahrspur pro Richtung zur Verfügung steht. Dabei schob der Lkw vier Autos ineinander. Ein 63-jähriger Fahrer eines Mazdas aus Stendal starb noch an der Unfallstelle. Seine Beifahrerin und Ehefrau (60) schwebte noch immer Lebensgefahr.

 

Durch die Wucht des Aufpralls wurden drei weitere Pkw in Mitleidenschaft gezogen, deren Insassen zu einem Großteil schwer verletzt wurden. Konkret kann derzeit über Art und Schwere der insgesamt 19 Verletzten noch keine verbindliche Aussage getroffen werden. Laut Polizeisprecher saßen allein in einem VW T5 aus dem Raum Dresden acht Personen. Auch die Insassen eines Dresdner Mercedes sowie eines Hallenser Kia sind bei dem Unfall verletzt worden. Alle Verletzten, darunter auch sechs  Kinder, sind in umliegende Kliniken eingeliefert worden. Sechs Notärzte, viele Rettungskräfte wie Feuerwehren, Polizei, drei Rettungshubschrauber usw. sind schnell an der Unglücksstelle eingetroffen und sicherten die Notversorgung ab.

Involviert waren neben dem Lkw sechs Fahrzeuge, die Autobahn Richtung Norden war mehrere Stunden lang voll gesperrt. Derzeit erforscht ein Sachverständiger der DEKRA die Ursache des Unfalls.

Die beschädigten und nicht mehr fahrbereiten vier Pkw wurden bereits durch Abschleppdienste geborgen. Die Bergung des Sattelschleppers mit Auflieger steht noch aus. Die Polizei leitet an der Anschlussstelle Röbel die in Richtung Norden fahrenden Fahrzeug ab.

Netzwelt diskutiert
Auf unserer Facebook-Seite wurde der Unfall auf der A19 diskutiert. Maren Dräger fragt: „Wieviele Tote und Verletzte soll es durch Lkw-Fahrer dies Jahr noch geben? (...) Das Nadelöhr Petersdorfer Brücke ist nicht erst seit heute!“. Andy U Jessica Merten: „Kann doch nicht wahr sein. Seit Jahren gibt es diese Baustelle, die bundesweit bekannt ist.“ Vera Ohlenroth gibt indes zu bedenken: „(...) aber trotzdem sitzt da ein Mensch hinter dem Lenkrad, der genauso wie die anderen, nicht unfehlbar ist. Er ist keine Maschine. Hinzu kommt, dass ein Lkw-Fahrer die ganze Woche mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, ständig hochkonzentriert sein muss.“

Viele Unfälle und lange Staus

Insgesamt kam es an diesem Wochenende gleich zu mehreren schweren Unfällen in MV. Durch das lange Wochenende und die Unfälle kam es auf den Autobahnen 19 Berlin-Rostock und der A 24 nach Hamburg zu kilometerlangen Staus, wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Sonntag sagten. Bei Friedland an der Seenplatte hatt ein Lkw-Fahrer unweit von Sandhageneinen Mann überfahren, der hinter einer Kurve auf der Straße lag. Am Sonntag war immer noch unklar, ob der Mann schon vorher tot war oder bei dem Unglück noch lebte. Die Identität des Toten sei aber geklärt, es handele sich um einen 39 Jahre alten Mann aus der Region. Die Umstände des Todes seien unklar, am Montag soll es eine rechtsmedizinische Untersuchung geben.

Auf der Autobahn 24 bei Zarrentin waren in der Nacht zu Samstag zwei Autos und ein Wohnmobil kollidiert. Zwei Insassen des Autos, das zuletzt in die Unfallstelle fuhr, wurden lebensgefährlich verletzt geborgen. Drei Insassen der anderen Fahrzeuge kamen mit leichten Verletzungen davon. Die A 24 musste acht Stunden in Richtung Hamburg gesperrt bleiben.

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