Zuwanderung in MV : Land zum Leben: Bevölkerung wächst

 

 

Erstmals seit 27 Jahren verzeichnet MV wieder ein Plus – dank Zuzügen

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28. August 2015, 06:00 Uhr

Dank deutlich gestiegener Zuwanderung ist 2014 erstmals seit 27 Jahren die Einwohnerzahl in Mecklenburg-Vorpommern wieder gestiegen. Wie das Statistische Amt gestern in Schwerin mitteilte, lebten Ende vergangenen Jahres 1 599 138 Menschen im Nordosten. Das waren 2633 Personen oder 0,2 Prozent mehr als 2013.

Der erste, wenn auch minimale Bevölkerungsanstieg seit 1988 sei ausschließlich auf einen Wanderungsgewinn zurückzuführen. Vor allem aus dem Ausland, aber auch aus anderen Bundesländern seien mehr Menschen zugezogen als abgewandert. Das Saldo liege bei 8486 und damit dreimal so hoch wie im Jahr zuvor.

Wie Reinhard Jonas vom Statistikamt hervorhob, verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern erstmals seit 1990 innerhalb Deutschlands ein Wanderungsplus von 338 Personen. Vor allem aus Brandenburg (552) und Sachsen-Anhalt (325) habe es mehr Zuzug gegeben. „Vielleicht haben sie nun erkannt, dass MV das schönste Bundesland ist“, vermutet der Experte scherzhaft.

Die meisten Zuzüge aus dem Ausland gab es laut Statistik erneut aus Polen, gefolgt von Bürgerkriegsregionen wie Syrien und Ukraine. „Wir sehen, dass auch viele Flüchtlinge in MV Fuß gefasst haben. Ob sich dieser Trend jedoch fortsetzen wird, können wir derzeit nicht sagen“, erklärt Reinhard Jonas.

Ohne den deutlichen Überhang an Zuzügen wäre die Bevölkerung im Nordosten erneut spürbar geschrumpft. Obwohl die Geburten im Land um 2,1 Prozent auf 12 830 stiegen, glichen sie die Sterbefälle bei weitem nicht aus. Laut Statistik starben 2014 im Nordosten 18 919 Menschen.

Allen Positivtrends zum Trotz verzeichneten die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald erneut einen Bevölkerungsrückgang. Die größte Abwanderung aus MV gab es mit einem Minus von 1125 Personen nach Hamburg. 1990 zählte Mecklenburg-Vorpommern noch mehr als 1,9 Millionen Einwohner.

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