Sonnenfinsternis : Himmlisches Schauspiel

Millionen wollten sich gestern den Anblick der Sonnenfinsternis nicht entgehen lassen.
Millionen wollten sich gestern den Anblick der Sonnenfinsternis nicht entgehen lassen.

Millionen Menschen richteten ihren Blick gen Himmel und beobachten, wie der Mond vor die Sonne zog. Unsere Leser haben uns tolle Bilder des Naturschauspiels gesendet.

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20. März 2015, 21:25 Uhr

Tausende Himmelsgucker haben gestern zur Sonnenfinsternis den Blick in die Höhe gerichtet. Bei fast wolkenlosem, hellem Himmel begann das spektakuläre Naturereignis um 9.38 Uhr.

Das Wetter zeigte sich bereits seit dem Morgen mit viel Sonne und kaum Wolken, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam sagte. Landesweit organisierten Planetarien Veranstaltungen, ließen Interessierte durch geschützte Teleskope in den Himmel blicken.

Die Sonnenfinsternis erreichte um 10.48 Uhr ihren Höhepunkt und war drei Minuten vor 12 Uhr vorbei. Der Mond hatte sich komplett vor die Sonne geschoben. Das nächste Mal ist solch ein Naturereignis wieder in elf Jahren zu erwarten.

In Potsdam waren Kurzvorträge im Urania-Planetarium gut besucht. „Hier war Hochstimmung“, sagte eine Sprecherin. Eine Menschentraube umlagerte die auf einem Platz aufgestellten Teleskope.

Schätzungsweise 400 „Sternengucker“ verfolgten im und am Raumfahrtplanetarium Juri Gagarin Cottbus das Geschehen. „Der Andrang war groß und das Wetter gut“, sagte eine Sprecherin. Im Kuppelsaal wurde die Sonnenfinsternis live von den Färöer Inseln übertragen, dem „Logenplatz“ für das Ereignis. Die Inseln und Spitzbergen in Norwegen waren die einzigen Orte, wo die Sonnenfinsternis theoretisch komplett zu sehen war. Über der Inselgruppe schob sich im entscheidenden Moment jedoch eine Wolkendecke. „Die Übertragung hat im Großen und Ganzen gut geklappt“, sagte Sprecherin des Cottbuser Planetariums.

Viele Besucher hatten sich nach Anleitung des Planetariums bereits vorher selbst Brillen gebastelt, um gefahrlos in die Sonne zu blicken. Wer keine hatte, erhielt eine entsprechend präparierte Pappe für den Blick zum Firmament.

Ein ungeschützter Blick in das Naturschauspiel kann bleibende Sehschäden zur Folge haben. Im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam meldeten sich aber unmittelbar nach dem Geschehen keine Patienten mit entsprechenden Problemen. Betroffene würden doch eher ambulante Ärzte aufsuchen, sagte die Sprecherin.

Aus dem Energiekonzern Vattenfall hieß es, das Kraftwerk Jänschwalde habe während der Sonnenfinsternis ein paar Schwankungen ausgeglichen.

Zunächst sei erwartet worden, dass die Produktion gedrosselt werden müsse, um die Netze zum Ende der Sonnenfinsternis für Sonnenenergie frei zu haben. Doch der Bedarf war so hoch, dass die herkömmliche Produktion plus die wiederkehrende Sonnenenergie von den Netzbetreibers benötigt wurden, wie ein Sprecher erläuterte. Zur Situation in den anderen Kraftwerke lagen zunächst keine Angaben vor.

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