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Aus dem Gerichtssaal : Gemeingefährlich und kalt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landgericht Schwerin verurteilt 39-Jährigen zu zehn Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung.

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Weil er im Oktober 2014 nach Überzeugung der Richter eine taubstumme und gehbehinderte Frau vergewaltigt und schwer verletzt hat, soll ein 39-Jähriger aus Jesendorf bei Neukloster für zehn Jahre ins Gefängnis. Zusätzlich ordnete das Landgericht Schwerin gestern an, den Mann nach der verbüßten Strafe in Sicherheitsverwahrung zu nehmen. Er hatte bereits im Jahr 2000 bei einem Trinkgelage einen Nebenbuhler brutal erstochen und verbluten lassen, wofür er wegen Mordes bis Anfang 2014 in Haft saß.

Auch Laien könnten erkennen, dass der Angeklagte gemeingefährlich sei, so der Vorsitzende Richter Robert Piepel, was durch juristische und psychiatrische Gutachten untermauert werde. Gefühlskälte und Abgebrühtheit des Angeklagten seien bemerkenswert, sagte Richter Piepel.

Die Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre Haft gefordert. Eine Vertreterin des Opfers sagte, der Frau sei mit dem Urteil Gerechtigkeit widerfahren. Verteidiger Andreas Roter will das Urteil allerdings anfechten.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der SVZ vom 18./19. Juli und im ePaper.

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