zur Navigation springen

Stralsund : Forscher sorgen sich um Schnabelwal

vom

Zum Schutz des Tieres sollten Interessierte dem Sowerby-Zweizahnwal in der Wohlenberger Wiek nicht zu nah kommen.

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Mit wachsender Sorge beobachten Meeresbiologen den in der Wohlenberger Wiek schwimmenden Schnabelwal. „Die Ostsee ist nicht der natürliche Lebensraum des Wals“, sagte der Kurator für Meeressäuger am Deutschen Meeresmuseum, Michael Dähne, am Freitag.

Inzwischen schwimme er bereits eine Woche in dem flachen Gewässer der Wohlenberger Wiek. „Es wäre schön, wenn er zeitnah zurück in tiefere Gewässer und in die Nordsee schwimmen würde.“ Laut Dähne ernährt er sich aktuell von Heringen, seine Hauptnahrung seien aber Tintenfische - und die gebe es in der Wohlenberger Wiek nicht.

Dähne sieht vor allem das „Whale-Watching“ mit Sorge. Jede Bootsannährerung bedeute Stress. Boote sollten sich auf maximal 200 Meter Abstand nähern. Wichtig sei, das Echolot auszuschalten, um das Tier nicht weiter zu stressen. Laut Dähne lässt sich der Wal auch gut von der Küste aus beobachten. 

Der Schnabelwal - ein seltener Sowerby-Zweizahnwal - war vor einer Woche an der Ostseeküste vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandet und von Helfern wieder ins tiefere Wasser geschoben worden. Ein Sowerby-Zweizahnwal war bislang nur einmal - 1913 an der Greifswalder Oie - vor deutschen Ostseegewässern nachgewiesen worden. Ostseeweit gab es seit 1880 laut Meeresmuseum insgesamt 11 Nachweise. Das Tier ist nach Angaben des Meeresmuseums als Irrgast in die Ostsee gelangt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet sind die Nordsee und Atlantik

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen