Finale eines Abenteuers

Der undatierte Screenshot zeigt die simulierte Landung von „Philae“ vor knapp einem Jahr.
Der undatierte Screenshot zeigt die simulierte Landung von „Philae“ vor knapp einem Jahr.

Vor knapp einem Jahr landete Sonde Philae auf dem Kometen „Tschuri“

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08. November 2015, 12:16 Uhr

Es wäre das schöne Ende eines langen Abenteuers: Das Minilabor „Philae“ und seine Muttersonde „Rosetta“ sollen am Ende der Mission der Europäischen Raumfahrtagentur Esa beide auf dem fernen Kometen „Tschuri“ bleiben. „Wir planen nicht nur ein einfaches Ausschalten, das wäre traurig“, sagt der Chef des Esa-Flugbetriebs, Paolo Ferri, in Darmstadt, von wo aus die Muttersonde gesteuert wird. „Wir werden „Rosetta“ langsam an die Oberfläche fliegen und wahrscheinlich sogar landen.“ Die Mission soll im September 2016 enden.

Die Planung sei zwar kompliziert, aber es gebe schon viele Ideen. „Wir werden es tun“, sagt Ferri. Schon die Landung des Mini-Labors „Philae“ auf dem fernen Kometen „Tschuri“ vor einem Jahr ließ die Welt staunen: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt war die Landung auf einem Kometen gelungen - zehn Jahre, acht Monate und zehn Tage nach dem Raketenstart, rund 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Das Landemanöver am 12. November 2014 auf dem Kometen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ war die schwierigste Aufgabe derMission und ein historischer Moment in der Geschichte der Raumfahrt, wie Ferri erzählt: „Rosetta“ musste mit hoher Präzision fliegen und im richtigen Moment „Philae“ auf den Weg schicken: „Es war wie ein Wurf“, sagt Ferri. Das waschmaschinengroße Labor bewegte sich langsam Richtung „Tschuri“, 18 Zentimeter pro Sekunde. Sieben Stunden brauchte es für gut 22 Kilometer. Einmal unterwegs konnte niemand mehr eingreifen.

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