Dümmer : Europahaus – ein einzigartiges Projekt

Das Europahaus in Dümmer am See: Christoph (l.) und Konstantin sind zum zweiten Mal auf der Baustelle.
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Das Europahaus in Dümmer am See: Christoph (l.) und Konstantin sind zum zweiten Mal auf der Baustelle.

Treffpunkt für die Einwohner von Dümmer und ein kostenloses Rasthaus für die Wandergesellen - das Europahaus ist fertig.

svz.de von
03. Juli 2015, 12:00 Uhr

Duschraum, Schlafstätte, Schulungsraum und eine Werkstatt – das alles können Wandergesellen gut gebrauchen, wenn sie auf der Walz sind. Im Europahaus haben sie nun all das unter einem Dach. Und sie haben maßgeblichen Anteil daran, dass dieses Haus entstanden ist. Zimmerer, Steinmetze, Maurer, Dachdecker oder Tischler – über 100 Wandergesellen aus sieben Schächten waren seit Mitte vergangenen Jahres auf der Baustelle, um ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Ständerkonstruktion und rund 650 Quadratmeter Nutzfläche zu bauen. Die Hälfte davon ist für die Wandergesellen, die andere für die Gemeinde Dümmer bestimmt.

Drei Jahre lang wurde das Projekt geplant, intensiv vom Initiator und Bauingenieur Johannes Möller-Titel sowie Architekt Dieter Hartung begleitet. „Es war eine spannende Zusammenarbeit mit den Wandergesellen, die sich stark eingebracht haben“, sagt Architekt Hartung. Rund 40 Prozent der Arbeitsleistung, so schätzt er, gehe auf das Konto der Gesellen. Und diese haben seit der Grundsteinlegung im August unter anderem 40 Kubikmeter Eichenholz verbaut.

Während der Bauzeit schlafen die Gesellen im Dorfgemeinschaftshaus Walsmühlen. Auch wenn noch nicht alles fertig ist im Wandergesellentrakt – ab jetzt werden die ersten „Fremden“ im Europahaus nächtigen. Und es wird eng werden, denn zur Einweihung werden viele Dutzend von ihnen erwartet. Rund eine Million Euro – inklusive der Arbeitsleistung der Wandergesellen – kostete das Projekt. Etwa zwei Drittel des Geldes kam aus Fördertöpfen des Landes, den Rest finanzierte die Gemeinde. Sie ist Bauherrin, nutzt den Neubau für Versammlungen und Feste, stellt ihn auch für die Vereine der mehr als 1500 Einwohner zählenden Gemeinde zur Verfügung. „Wir sind sehr froh, dass wir dieses Haus jetzt haben“, sagt Bürgermeisterin Anke Gräber. Und wie es aussieht, das können sich Gäste heute ab 14 Uhr ansehen.

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