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Schiffskollision auf der Nordsee : Elf Seeleute gehen mit Frachter unter

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Innerhalb weniger Minuten ist gestern der Frachter „Baltic Ace“ nach einer Kollison auf der Nordsee gesunken. Der Mannschaft blieb kaum Zeit, sich zu retten: Die Seenotretter rechnen mit elf Todesopfern.

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erstellt am 06.Dez.2012 | 06:47 Uhr

Amsterdam/Haren | Elf Seeleute haben eine Schiffskollision vor der niederländischen Küste wohl nicht überlebt. Vier Mitglieder der Besatzung des gesunkenen Frachters "Baltic Ace" wurden tot geborgen, sieben werden noch vermisst. "Die Überlebenschancen sind gleich Null", sagte ein Sprecher der niederländischen Küstenwache gestern. Die Suche nach Opfern wurde am Morgen wieder aufgenommen. Der zweite Havarist gehört zur deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems).

Am Mittwochabend gegen 19.15 Uhr war der Auto-Frachter "Baltic Ace" mit dem Containerschiff "Corvus J" aus Zypern etwa 65 Kilometer südwestlich von Rotterdam zusammengeprallt. In nur 15 Minuten sank der unter der Flagge der Bahamas fahrende Frachter. "Es ging zu schnell, um Überlebensanzüge anzuziehen", sagte Kees Brinkman von der niederländischen Rettungsgesellschaft KNRM. Ohne Schutzkleidung könne man in der nur sechs bis sieben Grad kalten Nordsee "nur einige Minuten" überleben. Helikopter und in der Nähe fahrende Frachtschiffe und Fischerboote konnten 13 Seeleute aus dem Wasser und von Rettungsflößen retten. Elf wurden schwer unterkühlt in Krankenhäuser gebracht. Die Besatzung des Frachters kommt laut Küstenwache aus Bulgarien, Polen, der Ukraine und den Philippinen. Von der gesunkenen "Baltic Ace" sind Augenzeugen zufolge nur noch Bruchstücke zu sehen, leere Rettungsflöße und Schwimmwesten trieben im Wasser. Das Wrack ist nach Angaben der Küstenwache keine Gefahr für den Schiffsverkehr.

Die Ursache der Kollision ist noch unklar. Zum Unglückszeitpunkt herrschte Windstärke sechs bis sieben. "Doch für so große Schiffe ist das kein Problem", sagte Brinkman. Die Schiffe waren auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs zwischen den beiden größten Häfen Europas, Rotterdam und Antwerpen. Diese Nord-Südverbindung wird vom Ost-West-Verkehr nach Großbritannien gekreuzt.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen. Sie sollen den Verkehr auf der Nordsee sicherer machen.

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