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Einsätze zum Jahreswechsel : Ein Toter, Brände und Unfälle in Silvesternacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tödlicher Sturz nach Rangelei bei einer Privatfeier in Sternberg / Feuerwerkskörper lösen zahlreiche Brände aus

Ein Toter nach einer Privatfeier, unbewohnbare Mietswohnungen, eine Häuserfassade in Flammen, Kellerbrände, Feuer auf dem Balkon und im Carport, eine zerstörte Scheune mit wertvollen Oldtimern, betrunkene Autofahrer: Das neue Jahr hat für Feuerwehren und Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mit Hunderten Einsätzen begonnen. Abgefeuerte Silvesterraketen und Feuerwerkskörper lösten zahlreiche Brände aus, mit zum Teil erhebliche Schäden – mindestens 100 000 Euro. In Rostock berichtete die Polizei von zahlreichen Einsätzen nach Mitternacht. „Es ist ein typischer Jahreswechsel“, sagte ein Sprecher gestern. Trotzdem sei die Silvesternacht insgesamt aber verhältnismäßig problemlos verlaufen, hieß es. „Es ist nichts Großes passiert“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin.

In Sternberg starb ein Mann nach einer Feier in einer Gartenanlage „in Folge einer körperlichen Auseinandersetzung“, wie die Kriminalpolizei mitteilte. Die Person erlitt ersten Angaben zufolge durch einen Sturz eine Kopfverletzung. Noch im Rettungswagen verstarb der Mann. Für eine Straftat gebe es aber keine Anhaltspunkte, sagte ein Polizeisprecher. Dennoch soll die Leiche obduziert werden, um die Todesursache zu klären.

In Rostock wurde offenbar durch Feuerwerkskörper ein Brand auf einem Balkon ausgelöst, der schnell gelöscht werden konnte. Fünf vermummte Personen haben in der Neujahrsnacht in der Hansestadt ein Auto umgestürzt und angezündet. Die Flammen griffen auf zwei in der Nähe parkende Autos über und beschädigten sie, teilte die Polizei gestern mit. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Die Polizei konnte die Täter bislang nicht ermitteln.

In Teterow kam es aus bisher ungeklärter Ursache im Keller eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand, teilte die Polizei mit. Das Feuer griff auch auf die Kellerräume eines angrenzenden Mehrfamilienhauses über. Die Wohnungen in beiden Hausaufgänge wurden durch aufsteigenden Rauch und die Löscharbeiten so stark beschädigt, dass sie für mehrere Tage unbewohnbar seien. 24 Mietparteien mussten evakuiert werden. Für sie wurde eine Notunterkunft in der Cafeteria des Teterower Krankenhauses eingerichtet. Vier Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Auch in Schwerin verursachte vermutlich eine abgefeuerte Silvesterrakete einen Wohnungsbrand. Die Markise auf einem Balkon im dritten Obergeschoss war in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Wohnung über. Die Mieterin und ihre Tochter waren nicht zu Hause. Der Schaden: mehrere 10 000 Euro.

Großeinsatz in Sievershagen nahe Grevesmühlen: Dort brannte eine Scheune nieder, in der unter anderem Oldtimer abgestellt sowie Heu und Stroh eingelagert waren. Die Brandursache: vermutlich Feuerwerkskörper. Der Schaden: 70 000 Euro. Die Scheune war nicht mehr zu retten – Einsturzgefahr. Die Feuerwehr ließ das Gebäude einreißen.

In Wilmstorf nahe Schönberg in Nordwestmecklenburg geriet offenbar ebenfalls durch den fahrlässigen Umgang mit Feuerwerkskörpern ein Carport in Brand, als die Hauseigentümer nicht zu Hause waren. Dort gelagerte Styroporplatten fingen Feuer und griffen auf die neben dem Carport befindliche Garage über. Die Polizei schätzt den Schaden auf 10 000 Euro. Durch eine Feuerwerksbatterie fing in Parchim der Dachüberstand eines Kaufhauses Feuer. Der Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden. In Sternberg entzündete eine Silvesterrakete auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses gelagertes Feuerholz. Das Feuer griff aber nicht auf die Wohnung über und konnte gelöscht werden.

Schlägerei im Obdachlosenheim in Güstrow: Nach einem Streit habe ein Mann einem anderen eine Schnapsflasche auf den Kopf geschlagen. Der Geschädigte musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, teilte die Polizei mit. Der Täter hatte einen Atemalkoholwert von 2,36 Promille.

Noch vor Mitternacht wurden die Einsatzkräfte in Greifswald zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus gerufen. Eine Wohnung im fünften Stock brannte komplett aus, zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Brandursache sei vermutlich ein Tischfeuerwerk gewesen, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit.

Rund 18 000 Euro Schaden entstanden bei einem Verkehrsunfall in Greifswald. Ein betrunkener Autofahrer hatte wenige Minuten nach Mitternacht die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war mit einer Straßenlaterne kollidiert. Der 34-Jährige blieb unverletzt. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von über einem Promille festgestellt.



 


 

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erstellt am 01.Jan.2014 | 18:05 Uhr

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