Unglück auf Usedom : Ehepaar stirbt in Flammen

Feuerwehrleute  an der Brandstelle in Westklüne auf Usedom
Feuerwehrleute an der Brandstelle in Westklüne auf Usedom

Tragisches Unglück schockiert die Menschen auf Insel Usedom. Ein Mädchen muss mit ansehen, wie ihre Eltern sterben.

svz.de von
12. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Beim Brand eines Fischerhauses auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist in der Nacht zu Mittwoch ein älteres Ehepaar ums Leben gekommen. Feuerwehrleute fanden die 84-jährige Frau und ihren 83 Jahre alten Ehemann nach den Löscharbeiten in dem ausgebrannten Haus in Westklüne, sagte Axel Falkenberg, Polizeisprecher in Anklam. Die 61 Jahre alte Tochter, die zu Besuch war, hatte sich mit einem Sprung aus dem Fenster des brennenden Hauses noch retten, ihren Eltern aber nicht mehr helfen können.

Die genaue Klärung des Brandursache werde noch länger dauern, sagte Falkenberg. Feuerwehrleute zogen gestern die verkohlten Balken des zerstörten Hauses auseinander, um zurückgebliebene Glutnester zu löschen. Anwohner und Bekannte sahen sich entsetzt den Brandort an.

„Das ist alles sehr tragisch“, sagte Usedoms Bürgermeister Jochen Storrer. Die beiden Toten seien zwei alteingesessene Bewohner des nur zwölf Häuser zählenden Ortes gewesen. Nicht nur die Tochter, sondern auch die Schwester der Toten habe den Brand von der anderen Seite des Usedomer Sees, der West- und Ostklüne voneinander trennt, mit ansehen müssen.

Alle drei Bewohner hätten geschlafen, als die Mutter in der Nacht das Feuer bemerkt und die Tochter geweckt habe, sagte Storrer. Die Eltern seien nicht mehr ganz so gut zu Fuß gewesen. Sie konnten dem Rauch und den Flammen nicht entfliehen.

„Im Haus muss ein großer Druck geherrscht haben, denn ein Nachbar wollte noch rein und helfen“, sagte Storrer. Der Mann habe zwar die Haustür, aber nicht mehr die letzte Innentür aufbekommen.

Nach erster Einschätzung sei das Feuer im Erdgeschoss ausgebrochen, am wahrscheinlichsten sei ein technischer Defekt oder eine Fahrlässigkeit.

Viel Glück hatte unterdessen ein Nachbar. „Die Feuerwehren haben mit viel Kühlung ein Übergreifen auf das Nachbarhaus verhindern können“, sagte Storrer.


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