zur Navigation springen

Chronologie : Die Etappen zur Währungsunion

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 überschlugen sich die Ereignisse. Schon drei Monate danach stehen die Zeichen auf Währungsunion - und nach vier weiteren Monaten sind BRD und DDR wirtschaftlich vereint.

Nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 überschlugen sich die Ereignisse. Schon rund drei Monate danach stehen die Zeichen auf Währungsunion - und nach vier weiteren Monaten sind Bundesrepublik und DDR wirtschaftlich vereint. Die wichtigsten Etappen:

9. November 1989: Die DDR öffnet die Berliner Mauer.

28. November 1989: Bundeskanzler Kohl legt einen Zehn-Punkte-Plan für den Weg zur Wiedervereinigung vor. Von einer baldigen Währungsunion ist damals noch keine Rede.

5. Dezember 1989: BRD und DDR vereinbaren einen Reisedevisenfonds. Umtauschkurs: 1:1 für die ersten 100 DM, 1:5 für die zweiten 100 DM.

Weihnachten 1989: Die DDR verzichtet auf den zuvor von westdeutschen Reisenden verlangten Mindestumtausch.

2. Januar 1990: Die DDR führt für westdeutsche Reisende einen Tauschkurs von 1 DM = 3 Mark statt zuvor 1 Mark ein. Der Kurs wird am 2. Mai auf 1 DM = 2 Mark heraufgesetzt.

6. Februar 1990: Kohl kündigt überraschend an, dass er der DDR sofortige Verhandlungen über eine Wirtschafts- und Währungsunion vorschlagen will.

13. Februar 1990: Kohl und DDR-Ministerpräsident Modrow verständigen sich im Grundsatz auf eine Währungsunion.

18. März 1990: Erste freie Wahlen in der DDR. Inzwischen wird heftig über den richtigen Umstellungskurs von Ost- zu West-Mark gestritten. „Eins zu Eins, oder wir werden niemals Eins“, fordern Demonstranten.

31. März 1990: Bundesbank empfiehlt Umstellungskurs 2:1. Ersparnisse bis zu 2000 Mark sollen 1:1 getauscht werden.

23. April 1990: Die Koalition in Bonn einigt sich auf die Grundzüge einer Währungsunion. Gegen den Rat der Bundesbank soll demnach der grundsätzliche Umstellungskurs 1:1 betragen.

27. April 1990: Die Delegationsleiter Hans Tietmeyer (später Bundesbankpräsident) und DDR-Staatssekretär Günther Krause verhandeln offiziell.

2. Mai 1990: Nach heftigen Debatten und Demonstrationen in der DDR stehen die Umtauschkurse fest. Danach soll ein genereller Kurs etwa für Löhne, Renten und Mieten von 1:1 gelten. Sparguthaben sollen bei Beträgen zwischen 2000 und 6000 Mark nach Alter der Sparer gestaffelt ebenfalls 1:1 umgetauscht werden, Beträge darüber hinaus 2:1. Schulden der Betriebe werden 2:1 getauscht.

18. Mai 1990: Die Finanzminister Waigel und Romberg signieren Staatsvertrag über Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.

1. Juli 1990: Drei Monate vor der Einheit löst D-Mark das DDR-Geld als Zahlungsmittel ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen