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Gähnen ist ansteckend : Die emotionale Nähe ist entscheidend

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Gähnen ist längst nicht überall ansteckend. Forscher haben belegt, dass die emotionale Nähe zu einem Menschen entscheidend für die unbewusste Nachahmung ist. Am häufigsten sei Gähnen deshalb in der Familie ansteckend.

Berlin | Gähnen ist ansteckend, doch längst nicht überall. Forscher der Universität Pisa (Italien) haben belegt, dass die emotionale Nähe zu einem Menschen entscheidend für die unbewusste Nachahmung ist. Am häufig sten sei Gähnen deshalb in der Familie ansteckend, danach unter Freunden, dann bei Bekannten - und ganz zum Schluss erst bei Fremden. Damit folgten Gähn-Attacken den Empathie-Mustern bei emotionalen Bindungen, berichten die Wissenschaftler um Elisabetta Palagi im Fachjournal "PLoS One".

Die Empathie - die Fähigkeit, Gefühlsregungen anderer Menschen zu erkennen und darauf zu reagieren - ist entscheidend für ein vielschichtiges Sozialverhalten. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sogenannte Spiegelneuronen als Netzwerk von Nervenzellen in verschiedenen Hirnregionen uns automatisch ein Lächeln erwidern lassen. Schon lange gab es die Vermutung, dass es auch bei ansteckendem Gähnen solche empathischen Verbindungen gibt. Nur belegt war es nicht.

In diese Lücke stoßen die Wissenschaftler mit ihrer Untersuchung, bei der sie über ein Jahr lang 109 Erwachsene beobachteten. Das Ergebnis blieb immer gleich: Wenn sich Menschen nahe stehen, ahmen sie das Gähnen sogar noch schneller nach als bei guten Bekannten, ergab die Untersuchung. Der Nachahmer-Effekt funktioniert aber nur, wenn Empathie bei einem Menschen ausgeprägt ist.

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erstellt am 08.Dez.2011 | 01:49 Uhr

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