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Interview : Das Geheimnis von Torgelow

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schulleiterin und Internatsleiter versuchen zu erklären, warum die Schüler von Schloss Torgelow so überaus erfolgreich sind.

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Was die Schüler des privaten Internatsgymnasiums Schloss Torgelow so besonders macht, war bisher ein kleines Geheimnis. Volontärin Viviane Offenwanger hat bei Schulleiterin Heidrun Franke (52) und Internatsleiter Markus Klein (53) genauer nachgefragt.

Was ist am Schulalltag im Schloss Torgelow anders?

Franke: Besonders ist auf jeden Fall, dass in unseren Klassen jeweils nicht mehr als zwölf Schüler sind.

Klein: Außerdem ist ein Großteil im hauseigenen Internat untergebracht.

Inwiefern hilft das Ihren Schülern weiter?

Franke: Durch die kleineren Klassen können Lehrer sich viel mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler einstellen. So kann das Leistungsniveau angepasst werden und keiner der Schüler verliert die Lust am Lernen. Wir fördern und fordern.

Klein: Im Internat lernen die Schüler Eigenverantwortung und Sozialkompetenzen. Da wir Mentoren – auch ich – mit ihnen zusammen hier wohnen, können wir eine enge Bindung aufbauen und halten. Wir denken außerdem nicht in festen Arbeitszeiten, sondern sind rund um die Uhr für die Kinder da.

Warum ist das Zusammenspiel von Internat und Schule so erfolgreich?

Franke: Erfahrungsgemäß durch die sehr geordneten Strukturen. Es gibt beispielsweise feste Hausaufgaben-Zeiten für alle Klassenstufen. So hat niemand das Gefühl, er würde etwas verpassen, da er alle Aufgaben mit seinen Freunden und Klassenkameraden zusammen erledigt.

Klein: Außerdem entscheiden sich die Schüler bewusst für ein Leben im Internat. Oft bereitet diese Trennung den Eltern die meisten Probleme, da sie uns ihren wertvollsten Besitz anvertrauen müssen. Daher arbeiten wir auch mit einem Pyramidenprinzip. In der Klassenstufe fünf und sechs gibt es nur eine Klasse pro Jahrgang. In der siebten und achten Jahrgangsstufe dann oft zwei Klassen, in der neunten drei und ab der Klassenstufe zehn sind es vier Klassen. Wir berücksichtigen damit, dass in jungen Jahren die Abkapselung von den Eltern bei nur wenigen Schülern verantwortbar ist.

Wie eng ist Ihr Kontakt zu den Schülern?

Franke: Wir bleiben auch mit unseren Alumni in Kontakt, da uns jeder Schüler sehr ans Herz wächst.

Klein: Ich kenne alle Schüler beim Namen, ihre Geschichten und weiß auch über ihre Entwicklung hier in Torgelow gut Bescheid.

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