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Zugfahren : Betrunkener Lokführer im Intercity

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Pusten hatte er zwei Promille: Offensichtlich fuhr der Lokführer betrunken den Intercity-Zug auf der Strecke Hamburg-Berlin.

svz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 08:45 Uhr

Beim Pusten hatte er zwei Promille: Nach der offensichtlichen Trunkenheitsfahrt des Lokführers eines Intercity-Zuges auf der Strecke Hamburg-Berlin prüft die Bahn Konsequenzen. „Grundsätzlich gilt, wenn Alkohol festgestellt wird, gibt es einen Führerscheinentzug auch für Lokführer“, sagte ein Bahnsprecher. Ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte Medienberichte, wonach der Lokführer des Intercity 2071 am Dienstagabend wegen ungewöhnlicher Fahrweise aufgefallen sei. Ein nervös gewordener Zugbegleiter zog die Notbremse. Die 150 Passagiere seien nicht in Gefahr gewesen, sagte der Bahnsprecher.

Wegen der ruckeligen Fahrt habe der Zugbegleiter den Lokführer per Zugtelefon fragen wollen, ob alles in Ordnung sei. Der Lokführer habe aber nicht abgenommen. Daraufhin habe der Zugbegleiter einen medizinischen Notfall angenommen und die Notbremse gezogen, berichtete der Sprecher der Bahnpolizei. Zwischen Friesack und Paulinenaue in der Nähe von Nauen nordwestlich von Berlin kam der Zug in einem Waldstück zum Stehen. Die alarmierten Einsatzkräfte hätten festgestellt, dass der Lokführer „deutlich alkoholisiert“ gewesen sei.

Der Zugbegleiter hatte um 18.15 Uhr die Notbremse gezogen und einen Rettungswagen geordert. Auch ein Rettungshubschrauber flog zu dem gestoppten Zug. Der Lokführer kam zur Blutentnahme in ein Krankenhaus. Für den Zug musste ein neuer Triebwagenführer angefordert werden.



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