Fristen für Weihnachtspost : Paketdienste erwarten Zustellrekord

Milliarden Weihnachtszusendungen unterwegs

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13. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Noch ist es relativ ruhig, aber spätestens Mitte oder Ende nächster Woche wird sich das ändern, ist sich Brigitte Werner sicher. Dann macht sich der Paketeboom auch in ihrem kleinen „Blumen & Design“-Geschäft in Leezen bei Schwerin bemerkbar. Gemeinsam mit ihrer Tochter Britta betreibt sie hier nebenher einen Paketshop. „Die Retouren nehmen zu und immer mehr Kunden geben unseren Laden als Wunschadresse an“, sagt Werner. Das bedeutet mehr Arbeit für die zwei Frauen.

Seit Jahren steigt die Zahl der Paketzustellungen zur Weihnachtszeit rapide an. Wurden 2016 in Deutschland rund 3,16 Milliarden Pakete und Päckchen ausgeliefert, so erwartet der Bundesverband Paket & Expresslogistik (Biek) für 2021 noch einmal eine Milliarde Sendungen mehr. Schon jetzt befürchten Experten einen Weihnachtspost- und Verkehrskollaps.

Brigitte Werner nimmt in ihrem Laden „Blumen & Design“ in Leezen auch Pakete an.
Kleinpeter

Brigitte Werner nimmt in ihrem Laden „Blumen & Design“ in Leezen auch Pakete an.

Allein bei der DHL Paket GmbH werden derzeit täglich 8,5 Millionen Pakete zugestellt, teilte ein Sprecher mit. Das seien vier Millionen mehr, als an einem normalen Tag. Zur Bewältigung der Massen wurden 10  000 Arbeitskräfte eingestellt und 12  000 Transporter angemietet.

Auch der Zusteller Hermes verzeichnet Höchstwerte: „Aktuell haben wir an den Spitzentagen bis zu 20 Prozent mehr Pakete auf den Fahrzeugen als noch letztes Jahr zu Weihnachten“, so Sprecher Ingo Bertram. Das entspreche bis zu 2,3 Millionen Sendungen pro Tag. Im Jahresdurchschnitt sind es um die 1,6 Millionen Pakete täglich.

Und auch DPD erwartet für die Weihnachtssaison erneut ein Rekordgeschäft, mit einem Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor diesem Hintergrund fordert der Paketdienstleister von den Städten und Kommunen einen privilegierten Zugang zu öffentlichen Parkflächen. „Gerade jetzt erbringen Paketdienste eine unverzichtbare Grundversorgung für Handel und Einwohner der Innenstadt“, erklärt Geschäftsführer Boris Winkelmann. „Reservierte Parkflächen für Zusteller könnten einen großen Beitrag dazu leisten, den Lieferverkehr verträglich zu gestalten.“

Für Verbraucher gilt: je früher das Paket oder der Brief abgegeben wird, desto sicherer ist, dass die Sendung pünktlich zum Fest ankommt. Laut Biek sollte das zwei bis drei Tage früher als gewöhnlich passieren. Eine Zustellung an Heiligabend entfällt dieses Jahr, da der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt.

Damit Ihre Sendung auch pünktlich ankommt

Wer seine Liebsten nicht besuchen kann, der verschickt das Geschenk. Damit die Sendung auch pünktlich vor dem 24. Dezember ankommt, muss sie aber rechtzeitig abgegeben werden.

DHL: Päckchen und Pakete, die bis zum 21. Dezember um 18Uhr in einer Filiale oder einem Paketshop abgegeben werden, erreichen in der Regel bis Heiligabend ihre Empfänger. Für Pakete  innerhalb Europas ist es wahrscheinlich schon zu spät. Frist war hier der  11. Dezember.

DPD: DPD empfiehlt ebenfalls Pakete spätestens bis zum 21. Dezember,12 Uhr  zu verschicken. Beim internationalen Versand in EU-Länder liegt die Pünktlichkeitsfrist zwischen dem 15. und 20. Dezember. Die Laufzeit für den internationalen Versand kann ganz einfach über den Laufzeiten-Rechner online auf der DPD Website abgerufen werden.

Hermes: Hermes stellt innerhalb Deutschlands bis zum 23. Dezember Pakete bis 20 Uhr zu. Der Versand dauert 1 bis 3 Tage. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte Mitte Dezember die Pakete verschicken, empfiehlt Hermes.








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