Bootstourismus MV : Paddeln, segeln, hausbooten

Gestern eingeweiht: der neue Wasserwanderrastplatz in Glewitz auf der Insel Rügen
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Gestern eingeweiht: der neue Wasserwanderrastplatz in Glewitz auf der Insel Rügen

Bootstouristen sorgen für jährlich 600 000 Übernachtungen in MV. Neue Wasserwanderrastplätze eröffnet

svz.de von
12. Juli 2015, 09:00 Uhr

Eine Paddeltour auf der Peene, eine Hausbootfahrt auf der Müritz oder ein Segeltörn auf der Ostsee – der Bootstourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist auf Kurs. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gibt es inzwischen 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bootstouristen sorgen für rund 600 000 zusätzliche Übernachtungen pro Jahr, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Gestern weihte Glawe zwei weitere Wasserwanderrastplätze in Glewitz auf der Insel Rügen und Stahlbrode auf der gegenüberliegenden Festlandseite des Strelasundes ein. Sie stellen eine wichtige Station zwischen den Häfen in Stralsund und Greifswald dar.

Insgesamt flossen nach Angaben des Ministeriums 2,3 und 4,9 Millionen Euro in die Vorhaben. Profitiert von der Infrastruktur an der Wasserkante hat vor allem das Binnenland, das von Touristen bislang nicht so stark beachtet wurde. Dort sei die maritime Infrastruktur in den vergangenen Jahren stetig erweitert und auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht worden, sagte Glawe. Die Nachfrage nach Charterbooten im Binnenland sei gestiegen. Warnow und Mildenitz oder Peene bieten inzwischen vielfältige Rast- und Anlegemöglichkeiten für Paddler. Vor allem dort sei der Wassertourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden.

Die Marinas, Wasserwanderrastplätze und Sportboothäfen verfügen aktuell über 14 000 Liegeplätze an der Küste und rund 7725 an Seen und Flüssen im Binnenland.

Rund 1400 Unternehmen – von Hausbootvermietern über Bootsverleiher bis zu Betreibern von Kanustationen oder Wasserwanderrastplätzen – mit rund 7100 Beschäftigten sind im Wassertourismus tätig. Der Gesamtumsatz der Branche hat sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in den vergangenen Jahren auf 474 Millionen Euro verdreifacht. Der Wassertourismus ist allerdings vor allem ein saisonales Geschäft von Mai bis September.

In den neu geschaffenen Wasserwanderrastplätzen in Glewitz und Stahlbrode sind 50 beziehungsweise 18 Liegeplätze entstanden. Dazu kommen Duschen und Sanitärgebäude mit Waschmaschinen- und Trocknerräumen.

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