zur Navigation springen

Erdgastrasse zwischen Lubmin und Wyborg : Ostseepipeline zu einem Drittel ausgelastet

vom

Seit knapp fünf Monaten ist die neue Erdgastrasse zwischen dem russischen Wyborg und dem deutschen Lubmin in Betrieb. Wegen des Überangebots von Erdgas, ist die Ostseepipeline derzeit nur zu einem Drittel ausgelastet.

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2012 | 09:42 Uhr

Lubmin | Mit Schwung zieht sich Mikhail Sarakhan die Metalltreppe am Kugelventil empor. "Alles im grünen Bereich", sagt der Lubminer Anlandungsmanager der Ostseepipeline. Dann setzt der Ingenieur seinen Prüfgang um die Riesenarmatur fort. An seinem Gürtel hängt ein Gasmessgerät. Das russische Erdgas, das zwei Tage durch die 1200 Kilometer lange Unterwasserröhre nach Lubmin braucht, ist geruchs- und farblos. Sollte es durch ein Leck austreten, würde das Gerät sofort Alarm schlagen, erklärt der Ingenieur.

Seit knapp fünf Monaten ist die Erdgastrasse zwischen dem russischen Wyborg und dem deutschen Lubmin nun in Betrieb. In regelmäßigen Abständen ragen silberglänzende Pfähle aus dem gepflasterten Untergrund, an deren Enden Kameras und Gasmessgeräte montiert sind. "Die Arbeit ist superspannend. In einem internationalen Team mit Italienern, Franzosen, Russen und Deutschen an einem so großen Projekt mitzuarbeiten, ist etwas Besonderes", findet Sarakhan. Vor einem Jahr wechselte er vom Energiekonzern Wingas zu Nord Stream. Der Betrieb der Ostseepipeline ist nach Einschätzung von Nord Stream gut angelaufen. Derzeit gibt es ein Überangebot von Erdgas. Auch die Ostseepipeline ist nur zu einem Drittel ausgelastet, was Nord Stream aber nicht beunruhigt. Wichtig sei, dass der Transportauftrag von Gazprom in voller Höhe ausgeführt werde, erklärt Firmensprecher Steffen Ebert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen